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Making No Compromise: Margaret Anderson, Jane Heap, and the Little Review
Making No Compromise ist der erste ausführliche Bericht über das Leben und die Redaktionskarriere von Margaret Anderson und Jane Heap, den Frauen, die 1914 in Chicago die Avantgarde-Zeitschrift Little Review gründeten.
Anderson und Heap wurden im Mittleren Westen des 19. Jahrhunderts geboren und wuchsen als ikonoklastische Rebellen auf, die offen als Lesben lebten und sich für Themen wie Anarchie, Feminismus und freie Liebe einsetzten. Ihr Leben und ihre Arbeit brachten kulturelle, soziale und sexuelle Normen ins Wanken. Ihre Wege kreuzten sich in Chicago, New York, Paris und Europa.
Zwei Weltkriege.
Und eine Parade der berühmtesten Künstler ihrer Zeit. Sie verwandelten sich selbst und ihre Zeitschrift in bedeutende Kräfte, die die Perspektiven auf Literatur und Kunst veränderten.
Imagismus, Dada, Surrealismus und die Ästhetik des Maschinenzeitalters gehörten zu den radikalen Strömungen, die die Little Review förderte und dem US-Publikum vorstellte. Anderson und Heap veröffentlichten die frühen Werke der "Männer von 1914" - Ezra Pound, James Joyce, William Butler Yeats und T. S. Eliot - und förderten Schriftstellerinnen wie Djuna Barnes, May Sinclair, Dorothy Richardson, Mina Loy, Mary Butts und die unnachahmliche Baronin Elsa von Freytag-Loringhoven. Mitte der 1920er Jahre wurden Anderson und Heap zu Anhängern des russischen Mystikers George I. Gurdjieff und stellten 1929 die Veröffentlichung der Little Review ein.
Holly A. Baggett untersucht die Rolle von radikaler Politik, Sexualität, Modernismus und Spiritualität und weist darauf hin, dass das Interesse von Anderson und Heap an esoterischen Fragen schon in den ersten Tagen der Little Review deutlich wurde. Making No Compromise erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Moderne spielten.