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No Armour But Courage: Colonel Sir George Lisle 1615-1648
Nur wenige Offiziere der Armee von König Karl I. glänzten während der englischen Bürgerkriege so sehr wie George Lisle und wurden dennoch von späteren Historikern so wenig beachtet.
Lisles Vater, der 1615 in London geboren wurde, war ein gut vernetzter Verleger und Monopolist, und seine Mutter war eine Verwandte des Herzogs von Buckingham. Er wuchs in der Stadt Westminster in einem Umfeld von Hofintrigen, königlicher Vetternwirtschaft und unklugen königlichen Finanzexperimenten auf und wurde bei Ausbruch des Krieges 1642 zum Oberstleutnant befördert. Er kämpfte in Edgehill, dann in Chalgrove und in der ersten Schlacht von Newbury im Jahr 1643, wo er durch seinen Mut, eine verlorene Hoffnung gegen einen Wall von Musketieren und Artillerie anzuführen, erstmals die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zog.
Kurz darauf wurde er zum Oberst befördert und übernahm 1644 das Kommando über ein altgedientes Regiment. In der Schlacht von Cheriton machte er erneut durch seinen Fleiß und seine Effizienz auf sich aufmerksam, obwohl die Schlacht verloren ging. Wochen später wurde er zum Tertio-Kommandanten befördert und begleitete Karl auf seinem kritischen "Nachtmarsch" von Oxford. In der zweiten Schlacht von Newbury im Oktober riss er sich den Mantel vom Leib und führte drei Angriffe in seinen Hemdsärmeln an, um den Feind zu vertreiben und eine Katastrophe zu verhindern, um zu verhindern, dass seine Stellung überwältigt wurde.
Angeblich lehnte er die Ritterwürde ab und überwinterte als Garnisonskommandeur, bevor er im Mai 1645 den Hauptangriff auf die Stadt Leicester leitete und dann bei Naseby schwer verwundet wurde. Im Dezember wurde er zum Ritter geschlagen und blieb in Oxford bis zur Kapitulation im Juni 1646. 1647 kehrte er nach London zurück. Im Jahr 1648 griff er während der Rebellion in Kent erneut zu den Waffen und überstand eine dreimonatige Belagerung der Stadt Colchester. Nach der Kapitulation der ausgehungerten Stadt wurde er berüchtigt (und umstritten) hingerichtet, was ihm den Status eines "Märtyrers der Royalisten" einbrachte.
In dieser ersten Biografie über Lisle hat der Autor Dutzende von Primärquellen nach bruchstückhaften Hinweisen durchforstet, seinen persönlichen Hintergrund akribisch zusammengetragen und jedes bekannte Detail seiner Karriere neu untersucht. Die Richtigkeit bestehender Geschichten und lang gehegter Annahmen über ihn wird genauestens untersucht, und es werden erste fundierte Einschätzungen zu seinem Charakter und seinen Motiven vorgenommen. Schließlich wird die hartnäckige Erinnerung an seine Hinrichtung durch spätere Schriftsteller und Maler bis ins 20. Jahrhundert zurückverfolgt, um das erste zusammenhängende Bild eines der loyalsten, effektivsten und angesehensten Militäroffiziere von König Karl zu vervollständigen.