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No Windmills in Basra
Eine kühne, phantasievolle Sammlung von Kurzgeschichten, die im Südirak spielen, von der produktiven, preisgekrönten Romanautorin Diaa Jubaili. Beeinflusst von der langen Tradition arabischer Volksmärchen und dem magischen Realismus Lateinamerikas, spiegeln die Geschichten in Keine Windmühlen in Basra eine Realität wider, die von der Kriegsgeschichte der Stadt geprägt ist.
Dennoch schimmert das Fantastische und Spielerische durch und bietet eine erstaunliche Bandbreite an Bildern in nur wenigen Zeilen pro Geschichte. In „Mubarak“ entdeckt ein Wachmann einer Hühnerfabrik nach einer Bombenexplosion seine eigenen Flügel.
In „Der Geschmack des Todes“ erheben sich seit langem begrabene irakische und iranische Soldaten aus ihren unmarkierten Gräbern, unzufrieden mit dem wiederkehrenden Grün der Landschaft. Diese flüchtigen Geschichten spielen in der südirakischen Stadt Basra, wo der Autor noch immer lebt, und schwanken zwischen Laune und Tragödie.