Bewertung:

Das Buch ist eine Doktorarbeit von Carl Wurtzel, die von Robert Hoyland zur Veröffentlichung herausgegeben wurde. Es untersucht die arabischen Ausgaben der Vorlesungsnotizen von Khalifa bin Khayyat und ihre historische Bedeutung. Der Text wurde von einigen wegen seiner Zugänglichkeit für englische Leser und seiner Gründlichkeit positiv aufgenommen, während andere den Mangel an gründlichen Aktualisierungen und den unvollständigen Index kritisierten.
Vorteile:Das Buch bietet eine dringend benötigte, leicht zugängliche englische Übersetzung wichtiger historischer islamischer Texte, die es auch Nicht-Arabischsprechern ermöglicht, sich mit wichtigen historiografischen Arbeiten zu befassen. Wurtzels Einleitung und Zusammenfassungen sind detailliert und tragen dazu bei, Khalifas Beiträge zur islamischen Geschichte zu kontextualisieren.
Nachteile:Die Bearbeitung durch Hoyland wurde als nicht umfassend genug kritisiert, da Wurtzels Originalwerk aus den 1970er Jahren einige wesentliche wissenschaftliche Aktualisierungen vermissen lässt. Außerdem wird bemängelt, dass der Index unvollständig ist, was die Navigation und die Recherche für die Leser erschwert.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Khalifa Ibn Khayyat's History on the Umayyad Dynasty (660-750)
Khalifa ibn Khayyat ist der Autor der frühesten erhaltenen arabischen Chronik. Das Werk befasst sich hauptsächlich mit den Kämpfen zwischen arabischen Gruppen, externen Eroberungen und Verwaltungsangelegenheiten. Nach dem Tod eines jeden Kalifen werden die Personen aufgelistet, die während seiner Herrschaft ein Amt innehatten (als Gouverneure, Richter und Sekretäre); außerdem wird vermerkt, wer in jedem Jahr die Pilgerfahrt anführte, der Tod prominenter Personen (einschließlich derer, die in großen Schlachten starben) und Naturereignisse.
Das Werk war vermutlich als nützlicher Leitfaden für die islamische Geschichte und als Ergänzung zu seinem biografischen Gelehrtenlexikon gedacht, das ebenfalls erhalten ist. Carl Wurtzel übersetzte den Teil von Ibn Khayyats Chronik, der sich auf die Umayyadenzeit (660-750 n. Chr.) bezieht, für seine Dissertation (Yale, 1977). Die Übersetzung ist von hohem Niveau und gut kommentiert. Die Einleitung ist nützlich, um einen Überblick über das Leben und das Werk von Ibn Khayyat und eine Übersicht über seine Quellen zu geben, sowie eine Betrachtung der offensichtlich pro-umayyadischen Voreingenommenheit des Autors.
Die Chronik von Ibn Khayyat ist relativ früh entstanden. Sie hat auch einen recht großen Umfang, insbesondere was die Schilderung der arabischen Eroberungen betrifft, die von Spanien über das Mittelmeer bis nach Zentralasien reichen. Sie ist bei weitem die älteste muslimische Quelle für diese Feldzüge.