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Child Rights: The Movement, International Law, and Opposition
Mehr als zwanzig Jahre nach der Abstimmung der UN-Generalversammlung von 1989, die Konvention über die Rechte des Kindes (CRC) zur Unterzeichnung und Ratifizierung durch die UN-Mitgliedsstaaten freizugeben, sind die Vereinigten Staaten immer noch eines von nur zwei UN-Mitgliedern, die die Konvention nicht ratifiziert haben. Das andere ist Somalia.
Kinderrechte: The Movement, International Law, and Opposition untersucht die Gründe für diesen Widerstand. Er beschreibt die Einwände gegen die Annahme dieses rechtsverbindlichen internationalen Instruments, das unteilbare universelle bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte voraussetzt und Kindern aufgrund ihrer Verletzlichkeit besonderen Schutz gewährt. Die Widerstände reichen von einer isolationistischen Haltung gegenüber dem Völkerrecht und Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Auswirkungen der Umsetzung über den Wert, der der Bildung in einer Glaubenstradition beigemessen wird, bis hin zu Befürchtungen über die akademische Verschlechterung der öffentlichen Bildung.
Die Autoren des Buches zeigen den bedeutenden positiven Einfluss auf, den die KRK trotz ihrer Nicht-Ratifizierung auf Themen wie Bildungsforschung, Kinderpsychologie, Entwicklungsethik, normative Ethik und Anthropologie hatte. Das Buch befasst sich auch mit dem wachsenden Trend zum Homeschooling, der in den USA oft von evangelikalen Gruppen angeführt wird, der aber in Konflikt mit einer ebenfalls wachsenden sozialwissenschaftlich orientierten Bewegung von Experten und Ethikern steht, die auf eine größere Autonomie und Meinungsfreiheit für Kinder drängen.
Über die USA hinaus befasst sich das Buch auch mit einigen der praktischen Hindernisse, die bei der Umsetzung der KRK sowohl in den Industrieländern (z. B.
in Kanada und im Vereinigten Königreich) als auch in den ärmeren Ländern aufgetreten sind. Dieses polemische und dennoch ausgewogene Buch hilft dem Leser, sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dieses einflussreichen internationalen Rechtsakts aus verschiedenen ethischen, rechtlichen und sozialwissenschaftlichen Perspektiven zu bewerten.