Bewertung:

Das Buch 'King's African Rifle Soldier versus Schutztruppe Soldier' von Greg Adams bietet einen aufschlussreichen Überblick über den oft übersehenen ostafrikanischen Kriegsschauplatz während des Ersten Weltkriegs. Es konzentriert sich auf die letzten Kampagnen 1917-1918 zwischen den britisch geführten King's African Rifles und der deutsch geführten Schutztruppe und beschreibt detailliert deren Organisationsstrukturen, Taktiken und bedeutende Schlachten. Der Autor präsentiert eine gut recherchierte Erzählung, die durch Illustrationen, Karten und Fotografien unterstützt wird und somit für Geschichtsinteressierte und Wargamer gleichermaßen zugänglich ist.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informativ
⬤ bietet großartige Einblicke in die Truppen und Taktiken beider Seiten
⬤ gut geschrieben mit ansprechenden Karten, Diagrammen und Fotos
⬤ vermittelt effektiv die einzigartigen Herausforderungen der Kriegsführung in Ostafrika
⬤ empfohlen für Historiker, Lehrer und Wargamer
⬤ prägnanter Überblick über die Thematik.
⬤ Zu eng gefasst
⬤ es fehlen Informationen über die Stämme, aus denen die einheimischen Soldaten rekrutiert wurden, und über ihr Schicksal nach dem Krieg
⬤ einige Leser hätten sich mehr über die Not der einheimischen Träger gewünscht
⬤ mit 80 Seiten relativ kurz, so dass einige Themen möglicherweise zu kurz kommen.
(basierend auf 25 Leserbewertungen)
King's African Rifles Soldier Vs Schutztruppe Soldier: East Africa 1917-18
Eigens in Auftrag gegebene Kunstwerke und spannende Kampfberichte versetzen den Leser auf den weit entfernten und unwirtlichen afrikanischen Kriegsschauplatz, wo die Schutztruppe gegen die King's African Rifles antrat.
Die Pattsituation in Europa hatte Deutschland dazu veranlasst, seine Aufmerksamkeit auf Afrika zu richten, um die alliierten Streitkräfte von der Westfront abzulenken, indem es eine kleine Kolonialtruppe unter dem Kommando von Oberst Paul von Lettow-Vorbeck einsetzte, um britisches und portugiesisches Gebiet zu überfallen. Obwohl er zahlenmäßig stark unterlegen war, zwang sein geschickter Einsatz von Guerillataktiken die Briten, Jan Smuts mit der Leitung einer massiven Offensive zu beauftragen, die in einer großen Schlacht bei Nyangao-Mahiwa gipfelte, bei der beide Seiten schwere Verluste hinnehmen mussten.
Die sorgfältig recherchierte Analyse hebt die taktische und technologische Innovation beider Armeen hervor, die gezwungen waren, in einem tückischen Klima zu kämpfen, in dem sich lokale Krankheiten als ebenso tödlich erweisen konnten wie die der Gegner.