Klassenkampf und der New Deal: Industriearbeit, Industriekapital und der Staat

Bewertung:   (4,9 von 5)

Klassenkampf und der New Deal: Industriearbeit, Industriekapital und der Staat (F. Levine Rhonda)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine komplexe Analyse der New-Deal-Politik aus marxistischer Sicht und vertritt die These, dass der Klassenkampf die Politik und ihre Ergebnisse während der Großen Depression maßgeblich beeinflusst hat. Levine liefert umfangreiche historische Zusammenhänge und Beweise zur Untermauerung ihrer Argumente, verwendet dabei aber einen Fachjargon, der für den allgemeinen Leser nicht leicht zugänglich ist.

Vorteile:

Das Buch ist gut recherchiert und stützt sich auf eine breite Palette von Quellen, darunter Regierungsunterlagen und wissenschaftliche Schriften. Levine präsentiert eine einzigartige Perspektive auf die Geschichtsschreibung des New Deal, indem er die Rolle des Klassenkampfes bei der Gestaltung der Wirtschaftspolitik hervorhebt. Die historische Darstellung ist detailliert und bietet einen Kontext für das Verständnis der Auswirkungen der Industrialisierung und der Arbeitsbeziehungen.

Nachteile:

Das Buch ist voll von Fachjargon, was es für nicht spezialisierte Leser ermüdend machen kann. Die marxistische Ausrichtung könnte diejenigen abschrecken, die eine neutrale Analyse bevorzugen, da oft eine aufgeladene Sprache zur Beschreibung von Wirtschaftsklassen verwendet wird. Einige Teile werden als langweilig beschrieben, bis das zentrale Argument klarer definiert ist.

(basierend auf 2 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Class Struggle and the New Deal: Industrial Labor, Industrial Capital, and the State

Inhalt des Buches:

In dieser provokativen Neubewertung der New-Deal-Politik vertritt Rhonda Levine die These, dass die wichtigsten Zwänge und Katalysatoren für FDRs Politik im Klassenkonflikt wurzelten. Im Gegensatz zu neueren neomarxistischen und staatszentrierten Theorien, die sich ausschließlich auf administrative und bürokratische Strukturen oder auf den "fragmentierten Charakter des Staatsapparats" konzentrieren, behauptet sie, dass den Auswirkungen des Klassenkampfes auf die New-Deal-Politik zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Anhand einer Vielzahl von Archivquellen zeigt Levine, dass Roosevelts Pläne für den wirtschaftlichen Aufschwung nicht nur Kompromisse zwischen Kapitalisten- und Arbeiterklasse widerspiegelten, sondern auch zwischen Fraktionen innerhalb der Kapitalistenklasse selbst. Der National Labor Relations Act wurde beispielsweise verabschiedet, um die zunehmende Militanz der Arbeiterklasse zu entschärfen, während der National Industrial Recovery Act nicht nur geschaffen wurde, um Hindernisse für die industrielle Expansion zu überwinden, sondern auch, um die stark gespaltenen Reihen des Großkapitals zu vereinen.

Levine zeigt, dass das NLRA und die damit zusammenhängenden Programme eine direkte Reaktion auf die Forderungen der Arbeitslosen nach staatlicher Unterstützung und den Widerstand der Beschäftigten gegen Lohnsenkungen und längere Arbeitszeiten waren. Diese Zugeständnisse waren mit der Neuausrichtung der Demokratischen Partei auf die Arbeiterklasse und deren Assimilierung verbunden, was ironischerweise dazu führte, dass die organisierte Arbeiterschaft die bestehende politische und wirtschaftliche Ordnung unterstützte. Letztlich legten diese Maßnahmen und Veränderungen den Grundstein für eine neue und beschleunigte Phase der industriellen Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780700604968
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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