Bewertung:

Das Buch ist eine tiefgründige und persönliche Chronik der Erfahrungen japanischer Einwanderer auf Hawaii, die sich mit ihrer Kleidung, Kultur und Geschichte auseinandersetzt. Es spricht Leser an, die familiäre Bindungen zu diesem Thema haben, und bietet wertvolle Einblicke in einen weniger bekannten Aspekt des japanisch-amerikanischen Erbes.
Vorteile:⬤ Eingehende Erforschung der Kleidung und Kultur japanischer Einwanderer
⬤ persönliche Geschichten und Verbindungen, die bei den Lesern Anklang finden
⬤ wertvoll für Studien über japanische Amerikaner
⬤ enthält Erzählungen aus Interviews mit älteren Menschen.
Begrenzte Verfügbarkeit physischer Kleidungsstücke, da einige selten sind; möglicherweise nicht für Leser geeignet, die nach breiteren historischen Themen außerhalb der Erfahrung japanischer Einwanderer suchen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Japanese Immigrant Clothing in Hawaii, 1885-1941
Zwischen 1886 und 1924 reisten Tausende von Japanern nach Hawaii, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Zuerst kamen die Männer, gefolgt von den Bräuten, die man nur von ihren Bildern her kannte, für die von Maklern arrangierten Ehen. Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Generationen von Plantagenarbeitern, die sich an der mitgebrachten Kleidung und den Anpassungen, die sie vornahmen, um sich den harten Bedingungen der Plantagenarbeit anzupassen, erkennen lassen. Barbara Kawakami hat ein lebendiges Bild geschaffen, das durch wenig bekannte Fakten untermauert wird, die sie aus ausführlichen Interviews, aus dem Studium erhaltener Kleidungsstücke und ihrer Herstellung sowie aus der Literatur gewonnen hat. Sie zeigt, dass sich mit dem Wechsel des von den Einwanderern bevorzugten Stoffes von kasuri (gefärbter Stoff aus Japan) zu palaka (schwerer Baumwollstoff mit weißem Karomuster auf dunkelblauem Grund) auch ihre Einstellung von der eines Ausländers zu der eines japanischen Amerikaners änderte.
Die Kapitel über Hochzeits- und Trauerkleidung geben einen kulturgeschichtlichen Überblick über die Lebensereignisse, bei denen sie getragen wurden, und die Untersuchung von Arbeits-, Freizeit- und Kinderkleidung zeigt uns das soziale Gefüge der issei (Japaner der ersten Generation). Auch die Veränderungen in der Tradition und Kleidung der nisei (zweite Generation) werden behandelt.
Das Buch ist mit seltenen Fotografien aus Familiensammlungen aus dieser Zeit illustriert.