
Minor Knowledge and Microhistory: Manuscript Culture in the Nineteenth Century
Dieses Buch untersucht die alltäglichen Schreibpraktiken der einfachen Leute in einer armen ländlichen Gesellschaft im 19. und frühen 20.
Jahrhundert. Ausgehend von der Fülle handschriftlichen Materials, das einige Jahrhunderte nach dem Aufkommen des Buchdrucks produziert, verbreitet und konsumiert wurde, konzentriert sich das Buch auf dessen alltäglichen Gebrauch und auf das "kleine Wissen", d. h.
auf Texte, die vor allem im bäuerlichen Alltag entstanden und verwurzelt sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Bildungs- und Kommunikationsgeschichte in einer globalen Perspektive.
Anstatt verschiedene Länder oder Regionen zu vergleichen, versuchen die Autoren, die frühneuzeitliche und moderne Manuskriptkultur als eine transnationale (oder transregionale) Praxis zu betrachten und zu studieren, indem sie ihren gewöhnlichen Teilnehmern eine Stimme geben und die Aufmerksamkeit auf bisher übersehenes Quellenmaterial lenken. Durch eine mikrohistorische Linse untersuchen die Autoren die Stärke dieses Aspekts der Populärkultur und versuchen, ihn in einer breiteren Perspektive zu zeigen, sowie Fragen nach der Bedeutung dieser Entwicklung für die Kontinuität der literarischen Tradition zu stellen.
Das Buch ist ein Versuch, "das Wesen der literarischen Kultur" im Allgemeinen zu erklären - wie neue Ideen von einer Person zur anderen, von einer Gemeinschaft zur anderen und zwischen Regionen transportiert wurden; im Wesentlichen die Rolle des geringen Wissens in der Entwicklung des modernen Menschen.