
Klosterheim; Or, the Masque
Wir schreiben das Jahr 1633. In der kleinen deutschen Stadt Klosterheim herrschen große Spannungen. Der Dreißigjährige Krieg wütet weiter, während der Kaiser sich mit den eindringenden schwedischen Truppen auseinandersetzt, und näher an der Heimat drohen der marodierende Räuberhauptmann Holkerstein und seine Armeen die Stadt zu zerstören und jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in Klosterheim zu töten.
Doch nicht nur von außen droht den Bürgern Ungemach: Auch innerhalb der Stadt lauert die Gefahr auf Schritt und Tritt, denn der Usurpator verschärft seinen Zugriff auf die Stadt und nimmt diejenigen ins Visier, die seine Herrschaft gefährden, wie den tapferen Grafen St. Aldenheim, den tugendhaften Maximilian und die schöne Paulina. Als dann auch noch eine geheimnisvolle, verkleidete Gestalt auftaucht, die nur als "Die Maske" bekannt ist und scheinbar ungestraft die Bewohner Klosterheims ermordet und entführt, geht der Terror um. Wer kann er sein, und wer ist sein nächstes Opfer? Der böse Prinz ist entschlossen, das herauszufinden, und denkt sich eine ausgeklügelte Falle in Form eines Maskenballs aus. Doch er ahnt nicht, dass die Maske ihm immer einen Schritt voraus ist und einen tödlichen und undurchschaubaren Racheplan schmiedet.
Klosterheim; or, The Masque wurde erstmals 1832 veröffentlicht und offenbart De Quinceys Liebe zu den gotischen Romanen von Horace Walpole und Ann Radcliffe, die er in seiner Jugend gelesen hatte. Es ist auch, wie Ed Cameron in seiner Einleitung zu dieser Ausgabe erläutert, untrennbar mit De Quinceys Theorien über Ästhetik und Mord verbunden, wie sie in seinem Essay "On Murder Considered as One of the Fine Arts" am bekanntesten sind.