
Knossos: The House of the Frescoes
Dieser Band enthält eine vollständige Studie der Architektur und der Funde aus dem Haus der Fresken in Knossos, einem neopalastischen Gebäude, das 1923 und 1926 von Sir Arthur Evans und Duncan Mackenzie entdeckt wurde.
Das Haus der Fresken befindet sich an prominenter Stelle, nur wenige Meter südlich der Königsstraße und in der Nähe des Theaterbereichs und der Nordwestecke des Palastes, und verdankt seinen Namen der großen Menge an bemaltem Putz, die in seinen Ruinen entdeckt wurde. Die erneute Untersuchung des Hauses fand 2016-2019 statt und umfasste eine Reinigung der Überreste vor Ort im Jahr 2018, eine detaillierte Analyse der Keramik und anderer Funde sowie das Studium des Archivmaterials der ursprünglichen Ausgrabungen (Auszüge davon werden in diesem Band vorgestellt).
Die Ergebnisse bieten neue Einblicke in die Architektur und den Kontext der Funde sowie neue Perspektiven auf die Nutzung, den Zweck und die Aufgabe des Gebäudes. Sie legen nahe, dass das Haus der Fresken kein Wohngebäude war, sondern eine öffentliche Funktion mit starken rituellen Konnotationen hatte. Die Erinnerung an dieses Gebäude blieb auch nach seiner Aufgabe noch eine Weile erhalten, wie die darin gefundenen strukturierten Ablagerungen - einschließlich der Fresken - zeigen.
Schließlich werden in dieser Analyse der städtische Kontext des Hauses der Fresken und seine Verbindungen mit dem Gebiet der Royal Road hervorgehoben, in dem nach Evans zahlreiche archäologische Arbeiten durchgeführt worden sind. Das entstehende Bild trägt dazu bei, den Charakter von Knossos, dem herausragenden Zentrum des minoischen Kreta auf dem Höhepunkt der Bronzezeit, weiter zu erhellen.