Bewertung:

Das Buch „Die Kollaboration: Hollywood's Pact with Hitler“ deckt die beunruhigende Beziehung zwischen Hollywood und Nazi-Deutschland auf und zeigt, wie die Filmindustrie in einem dunklen Kapitel der Geschichte Profiten Vorrang vor moralischer Verantwortung einräumte. Es beleuchtet die Zusammenarbeit von Hollywoods Führungskräften, von denen viele jüdisch waren, mit den Nazis und zeigt eine Manipulation von Film und Propaganda, die Anti-Nazi-Stimmung für finanziellen Gewinn unterdrückte. Während das Buch für seine gründliche Recherche und seine bedeutenden Enthüllungen gelobt wird, kritisieren einige Leser den Schreibstil und argumentieren, dass die Analyse des Autors fehlerhaft sein könnte.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informativ
⬤ bietet eine neue Perspektive auf die Geschichte Hollywoods
⬤ fesselnd und lesenswert
⬤ enthüllt schockierende Wahrheiten über die Komplizenschaft der Filmindustrie mit den Nazis
⬤ beleuchtet den Einfluss finanzieller Motivationen auf kreative Entscheidungen.
⬤ Der Schreibstil kann unzusammenhängend sein und sich gelegentlich wiederholen
⬤ einigen Analysen fehlt es an Tiefe oder sie leiden unter selektiven Zitaten
⬤ einige Leser haben das Gefühl, dass der Autor komplexe historische Zusammenhänge zu sehr vereinfacht
⬤ einige kritisieren den Schreibstil als nicht akademischen Standards entsprechend.
(basierend auf 58 Leserbewertungen)
Collaboration: Hollywood's Pact with Hitler
Um nach Hitlers Machtübernahme weiterhin in Deutschland Geschäfte machen zu können, verpflichteten sich die Hollywood-Studios, keine Filme zu drehen, die die Nazis angriffen oder die Judenverfolgung in Deutschland verurteilten. Ben Urwand enthüllt zum ersten Mal diese Abmachung - eine "Zusammenarbeit", an der eine Reihe von Persönlichkeiten beteiligt waren, von berüchtigten deutschen Politikern wie Goebbels bis zu Hollywood-Ikonen wie Louis B. Mayer.
Im Mittelpunkt von Urwands Geschichte steht Hitler selbst, der von Filmen besessen war und deren Macht zur Meinungsbildung erkannte. Im Dezember 1930 randalierte seine Partei gegen die Berliner Vorführung von All Quiet on the Western Front, was zu einer Kette unglücklicher Ereignisse und Entscheidungen führte. Aus Angst, den Zugang zum deutschen Markt zu verlieren, begannen alle Hollywood-Studios, der deutschen Regierung Zugeständnisse zu machen, und als Hitler im Januar 1933 an die Macht kam, begannen die Studios - von denen viele von Juden geleitet wurden - direkt mit seinen Vertretern zu verhandeln.
Urwand zeigt, dass die Vereinbarung bis in die 1930er Jahre hinein Bestand hatte, da die Hollywood-Studios regelmäßig mit dem deutschen Konsul in Los Angeles zusammentrafen und Filme nach dessen Wünschen änderten oder absetzten. Paramount und Fox investierten die auf dem deutschen Markt erzielten Gewinne in deutsche Wochenschauen, während MGM die Produktion deutscher Rüstungsgüter finanzierte. Die Kollaboration lüftet den Vorhang für eine verborgene Episode in der Geschichte Hollywoods - und Amerikas - und stützt sich dabei auf bisher nicht ausgewertete Archivalien.