Bewertung:

Jim Atwoods Buch behandelt das Thema Waffengewalt aus christlicher Sicht und verbindet gründliche Forschung mit theologischen Einsichten. Es ruft zum Handeln auf und beleuchtet gleichzeitig die gesellschaftlichen Auswirkungen der Waffenkultur. Atwood kritisiert die derzeitige Darstellung von Waffenrechten und gibt Hoffnung auf Veränderung trotz der düsteren Realitäten der Gewalt in Amerika.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert
⬤ verbindet Glaube und Statistik auf effektive Weise
⬤ ruft zum Handeln auf
⬤ beschäftigt sich sowohl mit den emotionalen als auch mit den faktischen Aspekten von Waffengewalt
⬤ bietet einen hoffnungsvollen Ausblick und konstruktive Lösungen
⬤ relevant für mehrere Glaubenstraditionen
⬤ aufschlussreiche Analyse der Verbindungen zwischen Waffen, Rassismus und Armut
⬤ umfassende Bibliographie.
Das Buch ist in erster Linie aus einer christlichen Perspektive geschrieben, was nicht bei allen Lesern auf Gegenliebe stößt; einige könnten die Konzentration auf moralische Imperative und glaubensbasierte Argumente weniger ansprechend finden, wenn sie nicht dieselben Glaubensvorstellungen teilen.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Collateral Damage: Changing the Conversation about Firearms and Faith
(Der Autor erhält den Beard Atwood Award 2019 der Coalition to Stop Gun Violence)
Jeden Tag sterben in den Vereinigten Staaten einhundert Menschen durch Waffengewalt. Etwa fünfzig Kinder und Jugendliche werden erschossen. Jedes Jahr gibt es mehr als 35.000 Todesfälle durch Waffengewalt. Dennoch sagen viele Christen, dass Waffengewalt in der Kirche nicht thematisiert werden sollte.
In Collateral Damage (Kollateralschaden) ruft der Pastor und Aktivist James E. Atwood Christen dringend zum Handeln auf, um gemeinsam gegen Waffengewalt vorzugehen. Atwood, der seit vielen Jahren leidenschaftlicher Jäger ist, zählt die tragischen und weitreichenden Kosten auf, die in einem Land mit mehr Schusswaffen als Menschen anfallen. Zu den Kollateralschäden gehören eine allgemeine Angst und der Verlust von Vertrauen. Selbstmorde und Tötungsdelikte. Traumata für Kinder in Vierteln, die von Waffengewalt geplagt sind, und in Schulen, in denen häufig Übungen zur Abschreckung durchgeführt werden. Ein giftiger Machismo, der unsere Jungen und Männer auf ungesunde Weise prägt. Wirtschaftliche Kosten von über 229 Milliarden Dollar pro Jahr. Atwood geht auch auf die tiefere Geschichte von Rassismus, Ungleichheit und Masseninhaftierung ein, in die das Gespräch über Waffengewalt eingebettet ist.
Waffengewalt wurde als die theologische Notlage unserer Zeit bezeichnet. Die Kirche hat die moralische und spirituelle Verpflichtung, sich auf die Seite des Lebens gegen den Tod zu stellen. Werden wir uns dieser Aufgabe stellen?
Den Studienführer können Sie hier kostenlos herunterladen.