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Colonial Legacies: Contemporary Lens-Based Art and the Democratic Republic of Congo
In Colonial Legacies (Koloniale Vermächtnisse) untersucht Gabriella Nugent eine Generation zeitgenössischer Künstler, die im Kongo geboren wurden oder dort leben und deren Kunst sich mit den Nachwirkungen und Veränderungen des belgischen Kolonialismus im postkolonialen Kongo beschäftigt.
Nugent konzentriert sich auf drei Künstler und ein Künstlerkollektiv und analysiert die Werke von Sammy Baloji, Michèle Magema, Georges Senga und Kongo Astronauts, von denen jeder eine andere Perspektive auf diese Geschichte bietet, die er aus seinen eigenen Erfahrungen gewonnen hat. In ihren Foto- und Videokunstwerken überarbeiten diese Künstler vorhandene Bilder und korrigieren die Abwesenheit von Archiven, indem sie Menschen und Ereignisse sichtbar machen, die in den vorherrschenden Erzählungen nicht vorkommen.
Ihre Kunstwerke bieten eine neue Lesart der kolonialen Vergangenheit und der Zeit unmittelbar nach der Unabhängigkeit, wobei die Grenzen zwischen historischem und spekulativem Wissen, zwischen Dokumentation und Fiktion verschwimmen. Nugent demonstriert, wie ihre Praktiken eine neue Art von visuellen Aufzeichnungen für die Zukunft schaffen, die die Verzweigungen des Kolonialismus über die Zeit hinweg bezeugen.