
Colonial Land Policies in Palestine 1917-1936
In diesem Buch konzentriert sich Martin Bunton auf die Art und Weise, in der das Palästina-Mandat Teil einer umfassenderen britischen Imperialverwaltung war - eine Tatsache, die durch die jüdische Einwanderung und den Landerwerb in Palästina oft verschleiert wurde. Seine akribischen Nachforschungen zeigen eindeutige Verbindungen zur kolonialen Praxis unter anderem in Indien, im Sudan und auf Zypern.
Er argumentiert, dass sich die Ansichten der Landbeamten über eine vernünftige Landbewirtschaftung aus ihren eigenen Erfahrungen im ländlichen England ableiteten und dass dies einen weitaus größeren Einfluss auf die Gestaltung der Landpolitik hatte als das Versprechen einer jüdischen Heimstätte. Bunton zeigt auf, wie sehr die Briten darauf bedacht waren, den Status quo des osmanischen Bodenrechts zu bewahren, was (da nur wenige Briten das Osmanische lesen konnten oder sich mit dessen Rechtskodizes auskannten) zu einer Reihe von Übersetzungen, Interpretationen und damit neuen Anwendungen des Bodenrechts führte.
Die Bedeutung, die die Briten ihrer Arbeit bei der Vermessung und Registrierung von Grundstücken und Transaktionen beimaßen, zeigt sich in den Bemühungen britischer Beamter, auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs alle ihre Unterlagen auf Mikrofilm zu bannen. Trotzdem blieb die Bodenpolitik im Fluss.