
Colonial Objects in Early Modern Sweden and Beyond: From the Kunstkammer to the Current Museum Crisis
Ein kunstvoll gearbeiteter und verzierter Tomahawk irgendwo an der nordamerikanischen Ostküste: Wie gelangte er im späten siebzehnten Jahrhundert in die königlichen Sammlungen in Stockholm? Was sagt er über die kolonialen Ambitionen und Wünsche des schwedischen Königreichs aus? Welche Fragen wirft es auf, wenn es heute in einer Vitrine im Stockholmer Völkerkundemuseum liegt? Dieses Buch befasst sich mit dem Tomahawk und anderen ähnlichen Objekten, die in kolonialen Kontaktzonen erworben und von schwedischen Eliten im siebzehnten Jahrhundert ausgestellt wurden.
Der erste Teil des Buches verortet die Objekte in zwei unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Räumen: dem sich ausdehnenden Raum der kolonialen Welt und dem exklusiven Raum der Kunstkammer. Der zweite Teil zeichnet den physischen und epistemologischen Transfer der Objekte von der Kunstkammer in das moderne Museumssystem nach.
Im letzten Teil werden die kolonialen Objekte im Zentrum einer hitzigen Debatte über den gegenwärtigen Zustand der Museen und ihre mögliche Zukunft betrachtet.