
Comedy and Trauma in Germany and Austria After 1945: The Inner Side of Mourning
Komödie wird oft als unvereinbar mit Trauma und Leiden angesehen; sie löst Angst und moralisches Unbehagen aus, wenn wir uns am Schmerz eines anderen erfreuen oder ihn betrachten. Diese Bedenken sind besonders akut, wenn es um Leiden geht, das den Status eines kulturellen Traumas angenommen hat, wie etwa das durch den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg verursachte.
Diese längst überfällige Studie untersucht die Bedeutung des Komischen in deutschen und österreichischen kulturellen Darstellungen des Leidens in der Nachkriegszeit. Sie analysiert, wie das Komische die Erwartungen und die Ethik der Darstellung von Leid und Trauma in Frage stellt. Sie tut dies, indem sie dominante Paradigmen kritisch hinterfragt, die gegenwärtig einen so hohen Stellenwert genießen - wie das des Traumas und der heutzutage automatischen Gültigkeit und universellen Anwendbarkeit der Opferidentität.
Im Mittelpunkt der Studie stehen die Werke von Ingeborg Bachmann, Rainer Werner Fassbinder, W. G.
Sebald, Volker Koepp, Reinhard Jirgl, Ruth Klüger, Edgar Hilsenrath und Jonathan Littell. Dr.
Stephanie Bird ist Professorin für Germanistik am University College London.