Bewertung:

Die Rezensionen heben Oecumenius' Kommentar zur Apokalypse als wertvollen Text mit reichen Einsichten hervor, kritisieren aber die Übersetzung und Einleitung von Dr. John N. Suggit sowie das verwirrende Layout des Buches.
Vorteile:Oecumenius' Text ist voll von wertvollen Einsichten und Interpretationen, was ihn zu einem großartigen Hilfsmittel für Studenten und Prediger macht. Der Kommentar wird für seine Klarheit und die Fähigkeit des Autors gelobt, komplexe Passagen effektiv zu erklären. Viele Rezensenten betrachten Oecumenius als ein verstecktes Juwel unter den antiken Kommentatoren.
Nachteile:Die Übersetzung von Dr. John N. Suggit wird als mangelhaft angesehen, insbesondere in seiner Einleitung, der es an Tiefe fehlt und die sich stark auf Verweise auf andere Autoren stützt, ohne den notwendigen Kontext zu liefern. Das Layout des Kommentars ist verwirrend und macht es schwierig, zwischen dem biblischen Text und dem Kommentar selbst zu unterscheiden. Einige Rezensenten kritisieren, dass es Suggits Gelehrsamkeit an Strenge mangelt, insbesondere was sein Verständnis der Motive des Oecumenius angeht.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Commentary on the Apocalypse
Dies ist die erste vollständige englische Übersetzung des Kommentars von Oecumenius, des ersten bekannten griechischen Kommentars zur Offenbarung des Johannes. Er wurde im sechsten Jahrhundert verfasst, aber erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts entdeckt. Er bietet ein faszinierendes Bild eines Schriftstellers, der sich bemühte, der Lehre der Kirche treu zu bleiben, und gleichzeitig seiner Phantasie erlaubte, den Geschichten und Visionen der Offenbarung einen Sinn zu geben. Bei der Auslegung der Ereignisse rund um die Vernichtung der Bösen zeigt er eine vernünftige pastorale Zurückhaltung und weigert sich, sich von der dogmatischen Gewissheit beeinflussen zu lassen, die sogar einige moderne Ausleger an den Tag legen.
Die kurze Einleitung zur Übersetzung von John N. Suggit gibt einen kurzen Überblick über die Identität des Autors und die theologischen Fragen, mit denen er sich auseinandersetzte, insbesondere die Kontroverse über die Überzeugungen von Origenes und seinen Anhängern.
Die Studie ist heute besonders interessant, da die Worte der Heiligen Schrift oft wörtlich ausgelegt werden, ohne die poetische und dramatische Qualität, die ihnen allein wahres Leben verleiht. Das Buch dürfte daher nicht nur für ernsthafte Gelehrte von Interesse sein, sondern auch für diejenigen, die bereit sind, dieses neutestamentliche Buch nicht als Aufzeichnung vergangener Geschichte, sondern als Beschreibung des Dramas des heutigen Lebens zu hören.
ÜBER DEN ÜBERSETZER:
John N. Suggit ist emeritierter Professor für neutestamentliche Studien an der Rhodes-Universität in Südafrika. Seine Arbeit wurde in zahlreichen Fachzeitschriften veröffentlicht und kürzlich in einer Festschrift mit dem Titel Word, Sacrament, and Community gewürdigt.
LOB FÜR DAS BUCH:
"Die Übersetzung ist wortgetreu und dennoch gut lesbar, und die sechzehnseitige Einführung ist informativ. Der Band ist ein wertvolles Hilfsmittel für jeden, der sich mit der Geschichte der Apokalypse-Exegese in der frühen Kirche beschäftigt." -- Kenneth B. Steinhauser, Religious Studies Review.