
Communicating in the Anthropocene: Intimate Relations
Das Ziel von Communicating in the Anthropocene: Intimate Relations" ist es, eine andere Geschichte über die Welt zu erzählen. Die Menschen, insbesondere diejenigen, die in westlichen Traditionen aufgewachsen sind, haben lange Zeit Geschichten über sich selbst als individuelle Protagonisten erzählt, die mit einem unterschiedlichen Grad an freiem Willen vor einem Hintergrund stummer Nebenfiguren und träger Landschaften handeln.
Der Mensch kann entweder Retter oder Zerstörer sein, aber unsere Handlungen werden immer wieder als vom Individuum ausgehend erklärt und beurteilt. Dabei sind wir Menschen, wie die Coronavirus-Pandemie deutlich gemacht hat, nicht nur mit anderen Menschen, sondern auch mit nicht-menschlichen und über-menschlichen Mitmenschen, mit denen wir Raum und Zeit teilen, unausweichlich verbunden.
Warum vermeiden, verleugnen oder wehren sich so viele von uns Menschen gegen eine Sicht der Welt, in der unser Leben durch Verbindung möglich und vielleicht sogar reicher wird? In diesem Band schlagen wir eine Sichtweise von Kommunikation als Intimität vor. Wir verwenden dieses Konzept als Anregung, darüber nachzudenken, wie wir Menschen immer schon in einer Beziehung zu anderen Menschen, Nichtmenschen und dem Land stehen.