
Conflictology: Systems, Institutions, and Mechanisms in Africa
In den letzten drei Jahrzehnten haben Wissenschaftler, Studenten und politische Entscheidungsträger, die sich mit Konfliktlösung befassen, zwischen Konfliktmanagement und Konfliktlösung unterschieden. Die sich verändernde Art von Konflikten, die sich in Form von Radikalisierung und Extremismus äußert, ist jedoch tief in der Ideologie, der Persönlichkeit und den Genen des Einzelnen verwurzelt, so dass die herkömmliche Analyse des Machtgleichgewichts auf Makroebene überholt ist.
Die Psychologie und die Humangenetik stehen im Mittelpunkt dieser Entwicklung. Diese Verschiebung der Konflikttrends und Methoden der Kriegsführung in Afrika und der ganzen Welt erfordert, dass wir nach alternativen Ansätzen, Mechanismen und innovativen Antworten suchen. Vor diesem Hintergrund stößt dieses neue Buch eine grundlegende Debatte darüber an, wie ein interdisziplinäres Abenteuer das Verständnis des Menschen und der ihn umgebenden soziobiologischen Systeme verbessern könnte.
Daher liegt der Schwerpunkt auf der Disziplin der Konfliktologie, die wissenschaftliche Ansätze, Methoden und Rezepte zur Konfliktlösung beinhaltet. Beeinflussen zum Beispiel die Gene des Einzelnen menschliche Verhaltensweisen wie Hass? Wenn ja, kann dies durch Gentransfer korrigiert werden? Wenn die zwischenmenschlichen Beziehungen auf Frieden ausgerichtet sein sollen, was sind dann die genetischen und verhaltensbedingten Faktoren, die Hass und Gewalt hervorrufen? Wie sollte ein solches Gen oder neurobiologisches System verändert werden, um Extremismus und Radikalisierung zu verhindern?