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Confederate Exceptionalism: Civil War Myth and Memory in the Twenty-First Century
Die Männer und Frauen, die sich kürzlich vor dem Virginia Museum of Fine Arts versammelten, trugen neben den Flaggen der Konföderierten auch Schilder mit der Aufschrift "Heritage Not Hate".
Sie sagten, dies sei ein "offener und sichtbarer Protest gegen diejenigen, die uns, unsere Flaggen, unsere Vorfahren oder unser Erbe angreifen". Wie, so fragte sich Nicole Maurantonio, verträgt sich "kein Hass" mit einem "Erbe", das auf der Sklaverei beruht? Wie distanzieren sich so genannte Neo-Konföderierte von den Taten und Überzeugungen weißer Rassisten, während sie gleichzeitig an genau den Symbolen und Erzählungen festhalten, die die Konföderation mit der Geschichte des Rassismus und der Unterdrückung in Amerika verknüpfen? Die Antwort, so entdeckt Maurantonio, liegt im Mythos des konföderierten Exzeptionalismus - ein Mythos, dessen Bestandteile, Befürworter und Bedeutung dieses zeitgemäße und provokative Buch untersucht.
Das Narrativ des konföderierten Exzeptionalismus aktualisiert in dieser Analyse zwei einzigartig amerikanische Mythologien - die verlorene Sache und den amerikanischen Exzeptionalismus - und vermischt deren Elemente mit Diskursen des rassistischen Neoliberalismus, um eine scheinbare Trennung zwischen der Konföderation und rassistischen Systemen zu schaffen. Maurantonio untersucht anhand verschiedener Methoden und Quellen - darunter ethnografische Beobachtungen, Interviews und Archivdokumente - die verschiedenen Personen, Objekte und Rituale, die zu diesem kulturellen Balanceakt beitragen. Ihre Untersuchung befasst sich mit den "offiziellen" Formen des Gedenkens an die Konföderation, wie den Denkmälern und Gebäudenamen, die heute die Diskussion bestimmen, aber auch mit den alltäglicheren und oft subtileren Formen der Erinnerung an die Konföderation.
Indem sie die verschiedenen Formen des Gedenkens miteinander verknüpft, überbrückt sie die Distanz, die die Anhänger des konföderierten Exzeptionalismus aufrechterhalten. Das Buch, das in der Geschichte vom Bürgerkrieg bis zur Ära der Bürgerrechte angesiedelt ist, bringt die dringend benötigte Klarheit über die Verfassung, das Fortbestehen und die Bedeutung dieses spaltenden Mythos im Kontext unserer Zeit.