Bewertung:

Das Buch stellt eine kritische Untersuchung des Managerialismus in amerikanischen Unternehmen und Business Schools dar und vertritt die Auffassung, dass dieser zu erheblichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen geführt hat. Die Autoren Locke und Spender heben die nachteiligen Auswirkungen einer Managementkaste hervor, die dem Shareholder Value Vorrang vor einer umfassenderen ethischen Verantwortung einräumt. Historische Vergleiche mit Geschäftspraktiken in Deutschland und Japan liefern den Kontext für ihre Kritik und machen deutlich, dass eine Neubewertung der Managementausbildung und -praxis notwendig ist.
Vorteile:Das Buch wird für seine detaillierte historische Analyse und die zum Nachdenken anregenden Einblicke in den Managerialismus und seine Folgen gelobt. Die Leser finden es informativ, insbesondere die Kritik an der Rolle der Business Schools bei der Aufrechterhaltung ineffizienter Managementpraktiken. Aufgrund seiner wertvollen Perspektiven wird es jedem empfohlen, der Management studiert, und der Text wird trotz seiner Komplexität als elegant und gut lesbar bezeichnet.
Nachteile:Einige Leser weisen darauf hin, dass das Buch aufgrund des Fachjargons und der komplexen Satzstrukturen schwierig zu lesen sein kann und mehrere Lesungen erforderlich sind, um den Inhalt vollständig zu erfassen. Andere sind der Meinung, dass die Analyse zwar stichhaltig, aber trotz einer Fülle von Verweisen manchmal etwas oberflächlich ist. Es wird kritisiert, dass sich das Buch auf Sekundärquellen stützt und dass es der Analyse an Erfahrungen aus erster Hand mangelt.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Confronting Managerialism
Confronting Managerialism bietet eine vernichtende Kritik des Einflusses der neoklassischen Wirtschaftswissenschaften und der modernen Finanzwirtschaft auf die Lehre an Wirtschaftsschulen und die Managementpraxis. Locke und Spender zeigen, dass verantwortungsvolles Management dem „Managerialismus“ gewichen ist, bei dem eine elitäre Kaste von Geschäftsleuten, die von allen ethischen Überlegungen abgekoppelt ist, das Sagen hat.
Das Buch zeichnet den Verlust des früheren sozialen Engagements von Managern nach, der durch die Umgestaltung der Managementausbildung seit den 1960er Jahren, vor allem in den USA, noch gefördert wurde. Es stellt nicht nur die Sozialethik der US-amerikanischen Managementkaste in Frage, sondern auch ihre Managementeffektivität im Vergleich zu Managementsystemen, die in hohem Maße mitarbeiterorientiert und abhängig sind, wie etwa in Deutschland und Japan.
Ein einzigartiger, aktueller und kontroverser Blick auf ein Thema, das uns alle betrifft.