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King of the North
Es gibt zwei Denkschulen zur Auslegung von Daniel 11, insbesondere der letzten Verse, die als in der Zukunft liegende Erfüllung angesehen werden. Die erste kann als buchstäbliche historische Sichtweise bezeichnet werden, bei der die Könige des Nordens und des Südens als buchstäbliche geopolitische Einheiten im heutigen Nahen Osten angesehen werden.
Adventistische Ausleger vertraten diese Ansicht bis zum Ende des Ersten Weltkriegs, als die Briten und die Türken eine Schlacht bei Megiddo (Armageddon) ausfochten, aber Christus danach nicht mehr kam. Dieses Scheitern führte zur Entwicklung der zweiten Sichtweise, die man als geistliche oder symbolische Auslegung bezeichnen kann. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die meisten adventistischen Ausleger diese Sichtweise übernommen.
In diesem Fall bezieht sich der König des Südens nicht mehr auf Ägypten, sondern wird als Symbol für eine endzeitliche geistliche oder politische Macht gesehen. Ebenso ist der König des Nordens nicht mehr Syrien, sondern eine andere gegnerische geistliche oder politische Macht.
In dieser Denkschule wird nach einer passenden Anwendung für diese Symbole gesucht, und es müssen mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Bruder Heiks steht genau innerhalb der Parameter des symbolischen Ansatzes und er hat die Möglichkeiten, die bei seiner Suche nach der richtigen Anwendung dieser Symbole untersucht werden müssen, sorgfältig und detailliert erwogen.