Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche Untersuchung des Montgomery-Busboykotts und hebt die wichtige Rolle hervor, die die lokalen schwarzen Aktivisten vor der Ankunft von Martin Luther King Jr. spielten. Es befasst sich mit den sozialen Bedingungen in Montgomery, den von früheren Aktivisten gelegten Grundlagen und damit, wie sich Kings Führungsrolle in diesem Kontext entwickelte. Der Text ist gut recherchiert, informativ und bietet wertvolle Einblicke in die Bürgerrechtsbewegung.
Vorteile:⬤ Gründlich und gut recherchiert, mit umfassendem historischem Kontext.
⬤ Hebt die Beiträge weniger bekannter schwarzer Aktivisten vor Kings Ankunft hervor.
⬤ Bietet Einblicke in die Entwicklung von Martin Luther King Jr. als Führungspersönlichkeit.
⬤ Fesselnd für Leser, die sich für die Geschichte der Bürgerrechte interessieren.
⬤ Empfehlenswert für Studenten der Geschichte und der Führungslehre.
⬤ Einige Leser fanden es manchmal trocken.
⬤ Der Fokus liegt nicht ausschließlich auf Martin Luther King Jr. und führte zu einer gewissen Enttäuschung aufgrund des Titels.
⬤ Es handelt sich nicht um eine traditionelle Biografie, die vielleicht nicht die Erwartungen aller Leser erfüllt.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Becoming King: Martin Luther King Jr. and the Making of a National Leader
"In den Geschichtsbüchern mag stehen, dass Reverend King in Atlanta geboren wurde und dann nach Montgomery kam, aber wir haben das Gefühl, dass er in Montgomery in den Kampf hineingeboren wurde und jetzt nach Atlanta geht, um größere Aufgaben zu übernehmen." -- Mitglied der Dexter Avenue Baptist Church, November 1959 Prediger -- diese einfache Bezeichnung beschreibt den fünfundzwanzigjährigen promovierten Theologen, der 1954 nach Montgomery, Alabama, kam, um Pastor der Dexter Avenue Baptist Church zu werden. Sein Name war Martin Luther King Jr., aber woher kam dieser junge Pfarrer? Woran glaubte er, und welche Rolle sollte er im wachsenden Aktivismus der Bürgerrechtsbewegung der 1950er Jahre spielen? In Becoming King: Martin Luther King Jr. and the Making of a National Leader (Martin Luther King Jr. und die Entstehung einer nationalen Führungspersönlichkeit) schildert der Autor Troy Jackson Kings Aufstieg und seine Wirkung als Bürgerrechtsführer, indem er seine Beziehung zu den Menschen in Montgomery, Alabama, untersucht. Mit dem scharfen Blick auf Montgomerys Kampf für die Gleichberechtigung der Rassen untersucht Jackson Kings aufkeimende Führungsrolle und erforscht Kings Fähigkeit, mit Gebildeten und Ungebildeten, Fachleuten und der Arbeiterklasse in Kontakt zu treten. Jackson hebt insbesondere Kings Bündnisse mit Jo Ann Robinson, einer jungen Englischprofessorin an der Alabama State University, E. D.
Nixon, ein Pullman-Pförtner mittleren Alters und Vorsitzender der örtlichen NAACP-Ortsgruppe, und Virginia Durr, eine mutige weiße Frau, die Rosa Parks aus dem Gefängnis holte, nachdem diese sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen. Jackson bietet eine nuancierte Darstellung von Kings Beziehungen zu diesen und anderen Bürgerrechtsführern in der Gemeinde, um Kings Entwicklung innerhalb der Gemeinde zu veranschaulichen. Auf der Grundlage zahlreicher Interviews und Archivquellen vergleicht Jackson Kings Predigten und religiöse Schriften vor, während und nach dem Montgomery-Busboykott. Jackson zeigt, wie sich Kings Stimme und seine Botschaft während seiner Zeit in Montgomery weiterentwickelten und die gemeinsamen Kämpfe, Herausforderungen, Erfahrungen und Hoffnungen der Menschen, mit denen er zusammenarbeitete, widerspiegelten. In vielen Studien über die Bürgerrechtsbewegung endet die Analyse des Kampfes in Montgomery mit der Beendigung des Busboykotts und der Gründung der Southern Christian Leadership Conference. Jackson untersucht Kings unruhige Beziehungen zu E. D. Nixon und Rosa Parks nach dem Boykott, wirft ein neues Licht auf Parks' Notlage in Montgomery nach dem Boykott und enthüllt die interne Zwietracht, die den hart erkämpften Schwung der Bewegung bedrohte. Die Kontroversen innerhalb der Montgomery Improvement Association zwangen King dazu, sich als nationale Figur zu positionieren, die sich über die Streitigkeiten innerhalb der Bewegung hinwegsetzen und sich auf die Erreichung ihrer größeren Ziele konzentrieren konnte.
Obwohl der Kampf in Montgomery King ins nationale Rampenlicht rückte, waren die lokalen Auswirkungen auf das Leben der Schwarzen aus allen sozioökonomischen Schichten zu dieser Zeit minimal. Während die Bürger von Montgomery auf einen dauerhaften Wandel warteten, verließ King die Stadt und brachte die Lektionen, die er dort gelernt hatte, auf die nationale Bühne. Im Schmelztiegel von Montgomery wurde Martin Luther King Jr. von einem unerfahrenen Baptistenprediger zu einem Bürgerrechtsführer von großer nationaler Bedeutung.