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Contacts, Collisions and Relationships: Britons and Chileans in the Independence Era, 1806-1831
Dies ist eine Studie über die Beziehungen zwischen Großbritannien und Chile während der Zeit der spanisch-amerikanischen Unabhängigkeit (1806-1831).
Diese Beziehungen waren durch einen dynamischen, unvorhersehbaren und sich wandelnden Charakter gekennzeichnet, wobei der Imperialismus nur eine und nicht die einzige Möglichkeit war, sie zu definieren. Das Buch untersucht, wie Briten und Chilenen einander aus kulturgeschichtlicher Sicht wahrnahmen, und untersucht die Folgen dieser „kulturellen Begegnungen“ für den späteren Prozess der Nationalstaatsbildung in Chile.
Von 1806 bis 1831 interagierten sowohl britische als auch chilenische „staatliche“ und „nichtstaatliche“ Akteure in mehreren verschiedenen „Kontaktzonen“ und gestalteten so diese Beziehung auf vielfältige Weise. Obwohl die umfangreiche Präsenz „nichtstaatlicher“ Akteure (Missionare, Seeleute, Pädagogen und Kaufleute) Ausdruck der „Expansion“ britischer Interessen nach Chile war, war sie nicht unbedingt Ausdruck einer britischen imperialen Politik. Es gab vielfältige Einstellungen, Wahrnehmungen, Darstellungen und Diskurse der Chilenen über die Rolle Großbritanniens in der Welt, die sich je nach den Umständen änderten.
Ebenso wurde Chile von den Briten auf vielfältige Weise dargestellt, wobei das Bild von Chile als Weg zu anderen Märkten und Zielen am auffälligsten war. All dies wirkte sich auf den frühen Prozess der Nationenbildung in Chile aus.