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Continuous Frieze Bordering Red
Continuous Frieze Bordering Red dokumentiert die Migrationsmuster einer Anderen, die zwischen Ländern, Sprachen, Jahreszeiten und wechselnden Identitäten reist. Der Text ist eine Erzählung über Hybridität und erforscht die Ortsveränderung als kulturelles Ausweichen, während er Rothkos Rot hinterfragt: seine zugemauerten, wasserbeschädigten Fenster - schwebende Grenzen -, die instabile kulturelle Grenzen für den Hybriden widerspiegeln.
Eine Person mit gemischter Ethnie (Hybrid, Mischling, Köter) überquert diese "unsichtbaren" kulturellen Grenzen immer wieder. Die Grenzidentität ist mit Fluss, Instabilität und Schwingungsanspannungen verbunden. Ein Anderer wird als jemand markiert, der nicht dazugehört.
Sie ist immer eine Fremde: auf Reisen und zu Hause".
Sie wird beiseite geschoben, von der dominanten Kultur ausgeklammert. Sie ist weder) noch) beides).
Sie existiert in einem Grenzraum: an Ort und Stelle und gleichzeitig verlagert. Das heißt, ihre Identität und ihr Körper sind peripatetisch, was sich in dem durchgehenden horizontalen Fries widerspiegelt. Der Leser muss im wahrsten Sinne des Wortes die Grenzen jeder Seite überschreiten, um durch die einzelnen Textzeilen zu navigieren, was ihn ebenfalls in ständiger Bewegung hält.
Das Gedicht funktioniert auch als Ekphrasis von Rothkos Seagram-Wandgemälden: Rothko schreibt, dass die Gemälde dem Betrachter das Gefühl geben, "in einem Raum gefangen zu sein, in dem alle Türen und Fenster zugemauert sind." Der Hybrid ist eingesperrt und isoliert. Auch wenn sich die Andere von sich selbst entfremdet hat und sich nach kultureller Zugehörigkeit sehnt, will sie letztlich "dieses Narbengewebe anerkennen und weitergehen", um sich nicht an falschen Maßstäben von "Reinheit" messen zu lassen. Continuous Frieze Bordering Red versucht, sich von pejorativen Definitionen des "Hybriden" zu lösen und das monströse Selbst zu umarmen.