
Conceptualizing Mass Violence: Representations, Recollections, and Reinterpretations
Conceptualizing Mass Violence lenkt die Aufmerksamkeit auf die offensichtliche Unfähigkeit, Massengewalt in ihren vielfältigen Formen einzudämmen, und fragt nach den plausiblen Gründen dafür. Ausgehend von einer postkolonialen Perspektive zielt der Band darauf ab, das Studium der Massengewalt in Südasien zu popularisieren und zu institutionalisieren.
In den Aufsätzen werden die verschiedenen Aspekte der Massengewalt untersucht und erörtert: Revisionismus, Rekonstruktion, Gräueltaten, Trauma, Gedenken und Literatur, die Notwendigkeit der Holocaust-Erziehung und die Bedeutung von Dialog und Versöhnung. Die Sprache, der Inhalt und die Merkmale von Massengewalt/Völkermord unterstreichen ausdrücklich ihren aggressiven, sich wandelnden und vielschichtigen Charakter und die daraus resultierende Notwendigkeit, sie auf nuancierte Weise zu verstehen. Das Buch ist ein Versuch, dies zu tun, indem es Episoden von Massengewalt aus allen bewohnten Kontinenten vom zwanzigsten Jahrhundert bis in die Gegenwart als Fallstudie heranzieht. Der Band untersucht die "bewusst erzwungene Massengewalt" anhand eines interdisziplinären Ansatzes und legt nahe, dass der auf Versöhnung ausgerichtete Dialog vielleicht das einzige Mittel ist, mit dem eine Lösung für die Massengewalt im globalen Kontext erreicht werden könnte.
Der Band ist eine unverzichtbare Lektüre für Postgraduierte und Wissenschaftler aus den interdisziplinären Bereichen Holocaust- und Völkermordforschung, Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie, Weltgeschichte, Menschenrechte und Global Studies.