
Articulating Bodies: The Narrative Form of Disability and Illness in Victorian Fiction
Articulating Bodies untersucht die gleichzeitigen Entwicklungen der viktorianischen Fiktion und der Medikalisierung von Behinderung, indem es sich auf die Überschneidung von Erzählform und Körper konzentriert.
Das Buch untersucht Texte aus dem gesamten Jahrhundert, von Frederic Shoberls englischer Übersetzung von Victor Hugos Notre-Dame de Paris aus dem Jahr 1833 bis hin zu Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Geschichte The Adventure of the Crooked Man (1893), und deckt dabei Genres ab, die typischerweise auf behinderte oder kranke Figuren zurückgreifen. Durch die Verfolgung der Muster der Fokalisierung und der narrativen Struktur über sechs Jahrzehnte des 19.
Jahrhunderts und über sechs Genres hinweg zeigt Articulating Bodies, dass Autoren der Fiktion während der gesamten viktorianischen Ära sowohl die Erzählform als auch das erzählerische Thema nutzten, um die Kategorisierung von Körpern zu verhandeln und dabei die Grenze zwischen Normalität und Abnormalität sowohl zu konstruieren als auch zu hinterfragen. Als sich die Form der Belletristik von den massiven hybriden Romanen der ersten Jahrzehnte des neunzehnten Jahrhunderts zu den Fallstudien in den Krimis des Fin-de-Si�cle entwickelte, wurde die Behinderung zunehmend medizinisiert und von der Position des Spektakels zum Exemplar.