Bewertung:

Das Buch bietet wertvolle Einblicke in die Geschichte der Korruption und der Korruptionsbekämpfung in China, mit Beiträgen von sachkundigen Autoren. Allerdings leidet es unter einem schlechten Lektorat, das die Gesamtdarstellung beeinträchtigt.
Vorteile:⬤ Wertvolle Informationen und sachkundige Beiträge
⬤ umfassender Überblick über Korruption und Korruptionsbekämpfung in China aus historischer Sicht
⬤ nützlich für politikwissenschaftliche Forschung
⬤ enthält detaillierte Vorschläge für aktuelle Antikorruptionsmaßnahmen.
⬤ Schlechtes Lektorat mit schlecht geschriebenen Kapitelüberschriften
⬤ einige klassische Studien können übersehen werden
⬤ Probleme beim ersten Eindruck aufgrund von Lektoratsfehlern.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Corruption and Anticorruption in Modern China
Corruption and Anti-Corruption in Modern China versammelt Aufsätze von Wissenschaftlern aus ihren Fachgebieten und untersucht die anhaltende Korruption in China, indem es dieses wichtige Thema aus einer historischen Perspektive durch eine kooperative interdisziplinäre Forschungsarbeit von chinesisch-amerikanischen Wissenschaftlern, die an diesem Thema interessiert sind, behandelt. Die Wissenschaftler leisten einen bedeutenden Beitrag durch facettenreiche Komponenten aus verschiedenen Bereichen wie Geschichte, Wirtschaft, Politikwissenschaft, Strafjustiz und Populärkultur.
Die Autoren führen in die Theorie und Praxis von Politikmustern, politischen Systemen und sozialen Institutionen ein und erforschen sie, indem sie Schlüsselthemen der chinesischen Regierung und Gesellschaft im größeren Rahmen der internationalen Sphäre herausarbeiten. Dieses Buch beschreibt einen historischen Übergang, in dem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Kontrolle über die Städte aufrechterhielt, während die Mittelschicht widerwillig ihre Rechte opferte, um im Gegenzug ihre wirtschaftlichen Vorteile zu behalten. Um die Marktwirtschaft zu überleben, wurde die Parteiführung flexibler und konnte sich dem wirtschaftlichen und sozialen Wandel anpassen.
Die von uns untersuchten KPCh-Regierungen reagierten auf die steigenden Anforderungen und Erwartungen der Gesellschaft.
Sie waren bereit und in der Lage, mit der Mittelschicht zurechtzukommen, indem sie einige Kompromisse eingingen und bestimmte rechtliche Verfahren im Gegenzug für anhaltende politische Unterstützung einhielten. Diese praktischen Maßnahmen kennzeichnen eine neue politische Kultur in der Geschichte der VR China seit 1949.
Das Buch bringt die Beschwerden und Ressentiments in den Städten zum Ausdruck und interpretiert die Regierungspolitik und die Rechtspraxis. Es hebt die Folgen für die Regierungsführung, die Menschenrechte und die wirtschaftliche Rechtsstaatlichkeit hervor, die allesamt die Legitimität der KPCh bedrohen. Sie weist auch auf eine wichtige Entwicklung der KPCh hin.
Die Reformbewegung seit den 1980er Jahren hat noch nicht wesentlich zur demokratischen Transformation des Landes oder zu seiner sozialen Stabilität beigetragen. In den 1990er Jahren konzentrierte sich die Führung auf liberale Wirtschaftsreformen, während politische Reformen entmutigt und sogar unterdrückt wurden. Infolgedessen gelang es wirtschaftlichen Interessengruppen, eine Allianz mit KPCh-Beamten einzugehen, um die Wirtschaftspolitik zu kontrollieren und die politische Führung zu teilen.
In den 2010er Jahren hat die chinesische Führung den politischen Skandalen, der Korruption und dem Missmanagement in der Regierung und der Partei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.