
Covid and Gender in the Middle East
Während das Coronavirus auf der ganzen Welt wütet, haben seine Nachwirkungen die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in den Vordergrund vieler Gespräche gerückt. Die Länder im Nahen Osten und in Nordafrika haben sich nur langsam auf die COVID-19-Gesundheitskrise und ihre Auswirkungen auf Regierungsführung, Wirtschaft, Sicherheit und soziale Rollen vorbereitet, sich darauf eingestellt und sie gemildert.
Das körperliche Wohlbefinden, die sozialen Sicherheitsnetze und die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen wurden unverhältnismäßig stark beeinträchtigt, und angesichts der weit verbreiteten Schließungen und der unberechenbaren Sozialhilfeprogramme verlassen sie den Arbeitsplatz und das Klassenzimmer und tragen die Last der Pflege. Rita Stephans Sammelband COVID and Gender in the Middle East versammelt eine beeindruckende Gruppe lokaler Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und politischer Entscheidungsträgerinnen mit feministischem Schwerpunkt.
Das Buch untersucht eine Reihe nationaler und lokaler Reaktionen auf geschlechtsspezifische Fragen im Zusammenhang mit den gesundheitlichen Auswirkungen von COVID, den wirtschaftlichen Folgen und den daraus resultierenden sozialen Schwachstellen, darunter die verstärkte Marginalisierung syrischer Flüchtlinge, die ungerechte Behandlung von Wanderarbeitern in Bahrain und die unzureichende Umsetzung von Gesetzen gegen häusliche Gewalt in Marokko. Dieses Buch ist eine unverzichtbare globale Quelle und liefert erstmals empirische Belege für die geschlechtsspezifischen Auswirkungen von COVID.