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Creative Exchange: A Constructive Theology of African American Religious Experience
Zumindest bis vor kurzem wussten die meisten Afroamerikaner, was mit der "schwarzen Kirche" oder der "afroamerikanischen Religion" gemeint ist. "Doch heute, so Victor Anderson, befindet sich diese Tradition in einem radikalen Wandel und birgt große Unklarheiten und ungelöste Dilemmata.
Andersons neues Buch versucht, einen pragmatischen, aber prinzipiellen Weg für die Religion und das Leben der Afroamerikaner aufzuzeigen. Andersons Arbeit hat zwei Seiten: Einerseits versucht er, eine ältere, monolithische Vorstellung von afroamerikanischer Religion als stereotype "schwarze Kirchen"-Erfahrung mit einer einzigen Beziehung zur größeren kulturellen Szene zu dekonstruieren. Wenn dieses Bild jemals zutreffend war, dann war es immer unvollständig, argumentiert er.
Konstruktiv argumentiert Anderson, dass die afroamerikanische Religionserfahrung "grundsätzlich als relational, prozesshaft, offen, fließend und irreduzibel verstanden wird. "Die Tradition ist in Wirklichkeit ein fortlaufender kreativer Austausch, der in vielerlei Hinsicht mit ihrer Geschichte, ihren religiösen Institutionen und Glaubensgemeinschaften zusammenhängt.
In diesem kreativen Austausch, so argumentiert er, finden wir hier und jetzt Instanzen, Momente oder Ereignisse, die Martin Luther Kings Vorstellung von der "geliebten Gemeinschaft" verwirklichen. "Dieses Bild und die Flexibilität und der Pragmatismus, die es impliziert, fassen das Erbe und die Zukunft der afroamerikanischen Religion am besten zusammen.
Anderson bietet es hier nicht nur als nostalgisches Bild an, sondern auch als ein fortwährendes regulatives Ideal für das afroamerikanische Leben und die Religion.