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Creativity from the Periphery: Trading Zones of Scientific Exchange in Colonial India
Die Wissenschaft ist in der Regel durch ihre erfolgreichsten Vertreter und ressourcenstarken Institutionen bekannt. In krassem Gegensatz dazu lenkt Kreativität aus der Peripherie unsere Aufmerksamkeit auf unbekannte Persönlichkeiten in der Wissenschaft - auf diejenigen, die in ihrer Praxis an den Rand gedrängt oder sogar vernachlässigt werden.
So haben beispielsweise Forscher im kolonialen Indien des frühen 20. Jahrhunderts bedeutende Beiträge zum wissenschaftlichen Wissensbestand geleistet und die Wissenschaft mit neuen Durchbrüchen und neuen Ideen versorgt, die jedoch wenig Beachtung fanden. Wie Deepanwita Dasgupta argumentiert, werden die besten Ideen in der Wissenschaft manchmal unter schwierigen und ressourcenarmen Bedingungen geboren.
In dieser Studie lenkt sie unsere Aufmerksamkeit auf diese peripheren Akteure, indem sie ein neues Licht darauf wirft, wie wissenschaftliche Kreativität in weniger bekannten, marginalisierten Kontexten funktioniert und wie die Arbeit von selbst ausgebildeten Forschern, obwohl sie weitgehend ignoriert wird, zu wichtigen konzeptionellen Verschiebungen beigetragen hat. Ihr Buch stellt einen neuen philosophischen Rahmen vor, um diese periphere Kreativität in der Wissenschaft durch die Linse von Handelszonen zu verstehen - wo Wissen zwischen zwei ungleichen Gemeinschaften ausgetauscht wird - und untersucht die Auswirkungen auf die zukünftige Vielfalt der transnationalen Wissenschaft.