
Creole: Portraits of France's Foreign Relations During the Long Nineteenth Century
Dieses Buch befasst sich mit der einzigartigen und tiefgreifenden Unbestimmtheit des Begriffs "Kreole", der auf weiße, schwarze und gemischtrassige Personen angewandt wird, die im neunzehnten Jahrhundert in den französischen Kolonien geboren wurden.
Der Begriff "Kreole" impliziert, dass die Geografie der Geburt die Identität in einer Weise bestimmt, die über Ethnie, Sprache, Nation und sozialen Status hinausgeht. Paradoxerweise führte gerade die Tragweite des Begriffs zu einer fortwährenden Suche nach visuellen Zeichen für Rassenunterschiede und zu einer vorgetäuschten Blindheit gegenüber der Vermischung der Ethnien in der kreolischen Gesellschaft. Darcy Grimaldo Grigsby rekonstruiert die Suche nach visuellen Zeichen für rassische Unterschiede bei Menschen, deren Genealogie oft verdrängt wurde. Sie untersucht französische Darstellungen kreolischer Subjekte und Darstellungen kreolischer Künstler in Frankreich, der Karibik und in Amerika. Um der Komplexität der kreolischen Identität gerecht zu werden, hinterfragt Grigsby die unzähligen Möglichkeiten, mit denen sich die Menschen im Verhältnis zu anderen definierten. Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen afrokreolischen und eurokreolischen Kulturen und Personen untersucht Grigsby Werke von Thodore Chassriau, Edgar Degas, Douard Manet, Thodore Gricault und Charles Allen Duval und findet herausfordernde neue Erkenntnisse über ihre Kunst und ihre Welt.
Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen ist Creole eine originelle und wichtige Untersuchung der kolonialen Identität. Jahrhunderts, der französischen Kulturgeschichte, der Geschichte der Ethnie und der transatlantischen Geschichte im Allgemeinen begrüßen.