Bewertung:

Das Buch wird für seine aufschlussreiche Untersuchung der sozio-politischen Landschaft des mittelalterlichen Europas, insbesondere im Hinblick auf Ketzerei und den historischen Kontext religiöser Konflikte, hoch gelobt. Es wird dafür anerkannt, dass es die Sichtweise der Leser verändert und wertvolle Informationen für die Forschung liefert. Der Schreibstil des Autors wird als zugänglich und fesselnd bezeichnet.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte, gut lesbare Erzählung
⬤ verändert die Perspektive auf die mittelalterliche Geschichte
⬤ aufschlussreiche Analyse von Häresie und Machtdynamik
⬤ großartige Ressource für die Forschung
⬤ präsentiert einen neuen Ansatz zum Studium von Häresien
⬤ wertvoll für Studenten und allgemein an Geschichte interessierte Leser.
⬤ Spricht in erster Linie Leser an, die bereits ein Interesse an Geschichte haben
⬤ manche mögen es dicht oder trocken finden
⬤ konzentriert sich auf den historischen Kontext, was nicht allen Lesern zusagen mag.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
War On Heresy - Faith and Power in Medieval Europe
Der Kampf gegen die Ketzerei beschäftigte das mittelalterliche Europa in den Jahrhunderten nach dem ersten Jahrtausend. R. I. Moores anschauliche Erzählung konzentriert sich auf die Motive und Ängste derjenigen, die den Krieg erklärten und führten: Welche Überzeugungen und Praktiken hielten sie für häretisch? Wie konnte es zu solchen Überzeugungen kommen? Und warum waren sie eine solche Bedrohung?
Um das Jahr 1000 n. Chr. hatte man in Westeuropa noch kaum etwas von Ketzerei gehört. Doch innerhalb weniger Generationen waren Anschuldigungen an der Tagesordnung, und es wurden Institutionen geschaffen, um Glaubensvorstellungen und Praktiken, die als Abweichung von der wahren Religion angesehen wurden, zu identifizieren und zu unterdrücken. Populäre Darstellungen der Ereignisse, insbesondere des Albigenserkreuzzugs, den Europa gegen sich selbst führte, gingen davon aus, dass die Bedrohung durch die häretischen Bewegungen nur allzu real war. Einige Gelehrte haben dagegen zu zeigen versucht, dass die Berichte über die Ketzerei übertrieben oder sogar erfunden waren: Aber wenn das stimmt, warum wurde der Krieg gegen die Ketzerei dann überhaupt begonnen? Und warum wurde er mit solch unbarmherziger Grausamkeit geführt?
Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, kehrt R. I. Moore zu den Zeugnissen der damaligen Zeit zurück. Seine Untersuchung bildet die Grundlage für einen ebenso tiefgründigen wie verblüffend originellen Bericht.