Bewertung:

Nadia Schadlows „Krieg und die Kunst des Regierens“ untersucht die Unzulänglichkeiten der US-Militärstrategie bei der Konsolidierung von Kampfsiegen in einen dauerhaften politischen Frieden. Anhand einer detaillierten historischen Analyse unterstreicht die Autorin die Notwendigkeit einer effektiven Regierungsführung nach Konflikten und vertritt die Ansicht, dass die Rolle des Militärs über den Kampf hinausgehen und auch Wiederaufbau- und Stabilisierungsmaßnahmen umfassen sollte. Das Buch hebt Fehler bei der Planung und Durchführung in verschiedenen Konflikten hervor und plädiert für ein klareres Verständnis der militärisch-zivilen Koordination, um erfolgreichere Ergebnisse zu erzielen.
Vorteile:⬤ Gründliche historische Analyse der US-Militäroperationen und ihrer Misserfolge bei der Stabilisierung nach Konflikten.
⬤ Wichtige Erkenntnisse über die Notwendigkeit einer effektiven Regierungsführung nach militärischen Interventionen.
⬤ Gut recherchiert mit Verweisen auf wichtige historische Dokumente und Analysen.
⬤ Ermutigt zu einer Neubewertung der militärischen Planung und Strategie unter Einbeziehung der zivilen Rolle.
⬤ Anerkannt als wichtige Lektüre für Militärexperten und politische Entscheidungsträger.
⬤ Einige Leser finden es eine anspruchsvolle Lektüre, insbesondere diejenigen, die mit militärischer Strategie nicht vertraut sind.
⬤ Kritik an Ungenauigkeiten und Interpretationen in historischen Darstellungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Panama-Expedition.
⬤ Einige Berichte über kleinere Forschungsfehler, die die Glaubwürdigkeit der Analyse beeinträchtigen könnten.
⬤ Die Forderung nach einem umfassenden Engagement der Regierungen mag einigen Lesern unpraktisch erscheinen.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
War and the Art of Governance: Consolidating Combat Success into Political Victory
Der Erfolg im Krieg hängt letztlich von der Konsolidierung der politischen Ordnung ab. Die Konsolidierung der neuen politischen Ordnung ist nicht losgelöst vom Krieg zu sehen.
Nadia Schadlow vertritt vielmehr die Auffassung, dass Governance-Operationen ein wesentlicher Bestandteil des Sieges sind. Obwohl sie dies in vergangenen Konflikten - vom Mexikokrieg über den Irak bis nach Afghanistan - auf die harte Tour gelernt haben, ist es der US-Politik und dem Militär nicht gelungen, die Lehren aus der Regierungsführung und der politischen Ordnung nach Konflikten für künftige Konflikte zu institutionalisieren. War and the Art of Governance (Krieg und die Kunst des Regierens) destilliert Lehren aus fünfzehn historischen Fällen von militärischen Interventionen der US-Armee und Governance-Operationen vom Mexikokrieg bis zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan.
Um die Ergebnisse in Zukunft zu verbessern, müssen die politischen und militärischen Entscheidungsträger der USA akzeptieren, dass die politische Dimension für das gesamte Spektrum des Krieges unverzichtbar ist. Pläne, Zeitpläne und Ressourcen müssen so gestaltet werden, dass sie diese Realität widerspiegeln, bevor man in einen Konflikt eingreift, und nicht erst, wenn die Dinge schief laufen.
Die historischen Erfahrungen der USA legen nahe, dass das Militär des Landes wieder ins Ausland geschickt werden wird, um ein Regime zu stürzen und eine neue Regierung einzusetzen. Schadlow liefert klare Lehren, die vor dem nächsten Mal beherzigt werden müssen.