
War and Society in Colonial Zambia, 1939-1953
Diese führende Studie zeigt aus sambischer Sicht, wie die britische Kolonie Nordrhodesien (das spätere Sambia) während und nach dem Zweiten Weltkrieg menschliche, militärische und natürliche Ressourcen organisierte und einsetzte.
Der Zweite Weltkrieg setzte das britische Imperium, zu dem auch das koloniale Nordrhodesien gehörte, einem noch nie dagewesenen Druck aus. Anhand von neuem Archivmaterial und mündlich überlieferten Geschichten erzählt War and Society in Colonial Zambia aus afrikanischer Sicht die Geschichte, wie die Kolonie ihre menschlichen und natürlichen Ressourcen im Auftrag der kaiserlichen Regierung organisierte.
Alfred Tembo untersucht zunächst die Regierungspropaganda und die Rekrutierung von Personal für das Northern Rhodesia Regiment, das in Ostafrika, Palästina, Ceylon, Birma und Indien diente. Später wird der wirtschaftliche Beitrag Sambias zu den Kriegsanstrengungen der Alliierten beleuchtet, wobei die zentrale Bedeutung der Bergbauindustrie der Kolonie sowie ihre Rolle als Lieferant von Kautschuk und Bienenwachs nach dem Fall der südostasiatischen Kolonien an die Japaner Anfang 1942 im Vordergrund stehen. Schließlich präsentiert Tembo archivarische und mündliche Zeugnisse über das Leben an der Heimatfront, einschließlich der sozialen Auswirkungen der Rohstoffknappheit während des Krieges, der Schwierigkeiten, die sich durch die ankommenden polnischen Flüchtlinge ergaben, und der interventionistischeren Formen der kolonialen Verwaltung, die diese Umstände mit sich brachten.