Bewertung:

Crisis and Crossfire von Peter L. Hahn bietet einen prägnanten Überblick über die US-Diplomatie im Nahen Osten von 1945 bis in die frühen 2000er Jahre. Es wird für seine Klarheit und seine Eignung als Einführungstext gelobt, ist aber auch für diejenigen nützlich, die mit dem Thema vertraut sind. Allerdings werden komplexe Themen nur oberflächlich behandelt, was zu einigen Lücken in der Berichterstattung führt.
Vorteile:⬤ Gut gegliedert und chronologisch aufgebaut
⬤ dient als großartige Einführung für Neulinge
⬤ nützlich für diejenigen mit einigem Hintergrundwissen
⬤ klarer Schreibstil
⬤ enthält wichtige Primärquellen-Dokumente
⬤ vorteilhaft für Unterrichtssituationen.
⬤ Fehlt es an Tiefe bei komplexen Themen
⬤ bemerkenswerte Auslassung der irakischen Revolution im Jahr 1958
⬤ kurze Länge kann einige Leser verlassen, die mehr Details wollen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Crisis and Crossfire: The United States and the Middle East Since 1945
Obwohl es heute fast unglaublich erscheint, hatten die Vereinigten Staaten vor 1945 relativ wenig Interesse am Nahen Osten. Aber die Dynamik und der Ausgang des Zweiten Weltkriegs haben die Bedeutung des Nahen Ostens in den Augen der Amerikaner erhöht, und die Vereinigten Staaten betrachten die Region seither mit lebenswichtigem Interesse für ihre Sicherheit und Wirtschaft.
Die Projektion amerikanischer Macht in die Region hatte Folgen, die die Vereinigten Staaten und den Nahen Osten für immer verändert haben, wobei der Aufstieg von Al-Qaida und die turbulente Besetzung des Irak die jüngsten Beispiele sind. Crisis and Crossfire untersucht und analysiert die großen Konturen des amerikanischen Engagements in der Region. Es untersucht die Gründe, warum die Vereinigten Staaten verschiedene politische Maßnahmen ergriffen haben, und bewertet die Weisheit der amerikanischen Führer, die eine größere Verantwortung für die Erhaltung von Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten übernommen haben.
Zu den Hauptthemen gehören die US-Nahostpolitik im Kontext des Kalten Krieges, der Aufstieg des arabischen und iranischen Nationalismus, die Entkolonialisierung, die amerikanische Herangehensweise an den arabisch-israelischen Konflikt, die Politik der westlichen Abhängigkeit vom Öl des Nahen Ostens und die amerikanischen Militärinterventionen, insbesondere die beiden Kriege gegen den Irak. Die prägnante Darstellung und die Auswahl von Primärdokumenten machen dieses Buch zu einer idealen Einführung in die Beziehungen zwischen den USA und dem Nahen Osten für Studenten und alle, die die Geschichte hinter den heutigen Ereignissen verstehen wollen.