Kulturelle Strategien der Agenda-Verweigerung: Vermeidung, Angriff und Neudefinition

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Kulturelle Strategien der Agenda-Verweigerung: Vermeidung, Angriff und Neudefinition (W. Cobb Roger)

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Zusammenfassung:

Das Buch bietet einen detaillierten Einblick in den föderalen Agenda-Setting-Prozess, wobei der Schwerpunkt auf den Taktiken der politischen Initiatoren und den Strategien der Gegner liegt, um Themen von der Agenda der Regierung fernzuhalten. Es bietet wertvolle Einblicke in die Natur politischer Konflikte und die Reaktionen der Regierung auf verschiedene Arten von Initiativen, obwohl es durch seinen engen Fokus auf die Bundespolitik und seine veraltete Perspektive in Bezug auf die Globalisierung eingeschränkt ist.

Vorteile:

Umfassender Überblick über den Agenda-Setting-Prozess.
Detaillierte Erkundung der Taktiken der politischen Initiatoren und der oppositionellen Strategien.
Aufschlussreiche Analyse der Reaktionen der Regierungen auf politische Kämpfe.
Nützlich für Studenten oder Personen, die sich für Bundespolitik und Fragen der öffentlichen Gesundheit interessieren.

Nachteile:

Konzentriert sich ausschließlich auf föderales Agenda-Setting, was seine Anwendbarkeit auf lokale oder supranationale Kontexte einschränkt.
Fehlt eine Diskussion über multinationale Akteure und ihre Strategien.
Der Text ist etwas veraltet und geht möglicherweise nicht vollständig auf aktuelle Globalisierungsthemen ein.

(basierend auf 1 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Cultural Strategies of Agenda Denial: Avoidance, Attack, and Redefinition

Inhalt des Buches:

Agenda-Setting ist ein Schlüsselelement des demokratischen Prozesses, wenn politische Außenseiter mit ihren Anliegen ernst genommen werden sollen. Ihre Bemühungen scheitern jedoch manchmal aus anderen Gründen als unzureichenden Ressourcen oder inkompetenten Führungspersönlichkeiten: Gegnern gelingt es oft, neue Themen davon abzuhalten, jemals auf die Tagesordnung der Entscheidungsträger zu gelangen.

Dies ist das erste Buch, das sich mit der Frage befasst, warum bestimmte Themen, die von geschädigten Einzelpersonen oder Gruppen vorgeschlagen werden, keinen Eingang in die politische Agenda finden. Es entwickelt einen theoretischen Rahmen für die Untersuchung von Agenda-Setting und Agenda-Verweigerung, wobei der Schwerpunkt auf den kulturellen Strategien liegt, die Gegner einsetzen, um politische Initiativen zu behindern und zu vereiteln, und untersucht spezifische Strategien der Vermeidung, des Angriffs und der Neudefinition, die erklären, warum bestimmte Themen keine Berücksichtigung finden. Das Buch enthält sieben Fallstudien, die den politischen Prozess aus der Perspektive der von den Gegnern politischer Initiativen angewandten Strategien untersuchen und zeigen, dass die Verweigerung der Zustimmung zu einer Agenda das Ergebnis sein kann, wenn es den Gegnern gelingt, Initiativen als Bedrohung für weit verbreitete Weltanschauungen und Identitäten darzustellen.

Vier Fälle, an denen Bundesbehörden beteiligt waren, zeigen, wie die Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) und die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration) Themen von ihrer eigenen Agenda ferngehalten haben, wie der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer eine Regulierung durch die SEC vermieden hat und wie die Abtreibungsgegner die französische Abtreibungspille von der Agenda der FDA ferngehalten haben. In zwei Fällen, die sich mit Fragen der öffentlichen Gesundheit befassen, wird untersucht, warum eine nationale Krankenversicherung nie auf die bundesstaatliche Tagesordnung gesetzt wurde und wie lokale Behörden in Texas die Bewohner von Minderheitenvierteln daran hinderten, sauberes Wasser zu erhalten.

Schließlich zeigt ein Fall außerhalb der USA, wie Kurt Waldheims Nazi-Vergangenheit in seinem Wahlkampf für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten nicht zum Thema wurde. Während die meisten Bücher den Schwerpunkt auf die Initiatoren von Themen legen, stellt Cultural Strategies of Agenda Denial eine einzigartige Ergänzung der Agenda-Setting-Literatur dar, indem es sich auf die Handlungen der Gegner konzentriert und die politische Bedeutung kultureller Ressourcen und kulturell konstituierter Ideen für die laufende Debatte in der Politikwissenschaft darüber hervorhebt, wie offen und demokratisch unser System wirklich ist.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780700608560
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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