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Art of Suppression: Confronting the Nazi Past in Histories of the Visual and Performing Arts Volume 50
Diese provokative Studie stellt die Frage, warum wir an den lebendigen Bildern der totalen Kontrolle der bildenden und darstellenden Künste durch die Nazis festgehalten haben, obwohl die Forschung gezeigt hat, dass viele Künstler und ihre Werke unter Hitler florierten.
Um diese Frage zu beantworten, untersucht Pamela M. Potter, wie Historiker seit 1945 über Musik, Kunst, Architektur, Theater, Film und Tanz im nationalsozialistischen Deutschland geschrieben haben und wie ihre Darstellungen durch die Politik des Kalten Krieges, den Fall des Kommunismus und den Wunsch, die Vorstellung zu bewahren, dass wahre Kunst und Politik sich nicht vermischen können, gefärbt wurden.
Potter behauptet, dass die Verfolgung jüdischer Künstler und anderer "Staatsfeinde" für das Dritte Reich zwar eine hohe Priorität hatte, ihre Entfernung aus dem deutschen Kulturleben ihr künstlerisches Vermächtnis jedoch nicht auslöschte. Art of Suppression untersucht die Kulturgeschichte Nazi-Deutschlands, um uns zu helfen zu verstehen, wie die Umstände des Exils, die alliierte Besatzung, der Kalte Krieg und die komplexen Bedeutungen der Moderne eine verzerrte und problematische Charakterisierung des kulturellen Lebens während des Dritten Reichs aufrechterhalten haben.