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Art in a Season of Revolution: Painters, Artisans, and Patrons in Early America
Dieses reich bebilderte Buch konzentriert sich auf das reiche Erbe des Kunstschaffens im 18. Jahrhundert und positioniert sowohl bekannte Maler als auch unbekannte Kunsthandwerker im Rahmen ihres wirtschaftlichen Lebens, ihrer Familien und der Geografien, in denen sie sich bewegten, während sie bemerkenswerte Karrieren und denkwürdige Objekte schufen.
Durch die gleichzeitige Betrachtung der Malerei und der dekorativen Künste weicht Art in a Season of Revolution von der üblichen Praxis ab und verortet die Maler wieder als Kunsthandwerker. Darüber hinaus wird dem Leben der Hersteller und dem Leben der Objekte die gleiche Bedeutung beigemessen, um beide innerhalb der voneinander abhängigen sozialen und ökonomischen Netze zu untersuchen, die lokale und entfernte Populationen von Arbeitern, Theoretikern, Lieferanten und Mäzenen im gesamten atlantischen Handel miteinander verbanden. Mit dem Schwerpunkt auf maritimen Siedlungen wie Salem, Newport und Boston, die sie im größeren Rahmen der atlantischen Welt betrachtet, untersucht Margaretta Lovell die Art und Weise, wie die Erfahrungen Neuenglands im 18.
Die koloniale materielle Kultur nahm an einer internationalen Wirtschaft teil, die nicht auf Subsistenz ausgerichtet war. Sie bezog Ideen, Pigmente und Konventionen aus dem Ausland und exportierte sie wieder, um ihre Marktchancen zu erweitern oder sich im fernen London einen künstlerischen Ruf zu verschaffen.
Lovell untersucht diese und andere Schlüsselaspekte der ästhetischen und sozialen Dimensionen der Kulturlandschaft und konzentriert sich dabei auf eine Reihe zentraler Fragen: die Relevanz der ästhetischen Produktion für soziale Hierarchien, die Art und die Bedingungen künstlerischer Karrieren, die Rolle von Nachahmung, Imitation und Originalität bei der Schaffung und Vermarktung von Kunstprodukten sowie die konstituierenden Elemente individueller Identität für die Macher, für die Mäzene, die ihre Subjekte waren, und für die Kreationen, die ihre Objekte waren. Art in a Season of Revolution beleuchtet die Beteiligung von Bildern, Objekten und Machern an ihren Kulturen.
Es lädt Historiker dazu ein, die materielle Welt als Quelle von Beweisen zu betrachten, um selbst sehr abstrakte Fragen wie die nach der Natur der Tugend, dem Nutzen von Identität und der Erfahrung von Zeit zu untersuchen. Dieses provokante neue Buch plädiert für einen komplexeren Forschungsansatz an der Schnittstelle von ästhetischen und ideologischen Anliegen und stellt damit die etablierten Rahmen für das Verständnis der Kunstproduktion in Britisch-Amerika während der turbulenten Jahrzehnte vor der Revolution in Frage.