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Art Work: Conserving and Restoring Contemporary Art
Im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst von "Restaurierung" zu sprechen, scheint fast ein Widerspruch in sich zu sein. Einerseits wird gemeinhin davon ausgegangen, dass die in unserer Zeit produzierte Kunst noch zu neu ist, um konserviert werden zu müssen. Andererseits werden die konzeptionellen Annahmen und technischen Praktiken, die der Konservierung und Restaurierung zugrunde liegen, vor faszinierende neue Herausforderungen gestellt, da einige Künstler durch die Verwendung verderblicher oder instabiler Materialien bewusst eine Veränderung oder einen Verfall ihrer Kunst anstreben.
Massenprodukte, Brot, Bohnen, Blut, Exkremente (von Menschen und Tieren), Müll, Samen, Blätter, sich bewegende Zahnräder, Licht und Gerüche sind nur einige der Materialien, mit denen ein Restaurator zeitgenössischer Kunst umgehen muss. Sie nutzen sich ab, rosten oder schimmeln, verblassen, gären, werden von Insekten befallen, bleiben stehen, trocknen aus. Jedes Werk der zeitgenössischen Kunst ist einzigartig und unwiederholbar - und folglich ist auch jeder Eingriff eines Restaurators einzigartig.
Die Frage, wie diese Art von Kunstwerken zu konservieren ist - und zu welchen Zwecken - hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie zeitgenössische Kunst gesehen und verstanden wird. Die Besonderheiten der Restaurierung zeitgenössischer Kunst sind jedoch außerhalb der technischen Konservierungsliteratur relativ wenig erforscht oder theoretisiert worden. Mit Interviews mit Kuratoren und Künstlern wie Roberto Cuoghi und Massimiliano Gioni, Art Work: Conserving and Restoring Contemporary Art diese Lücke und lädt den Leser dazu ein, zu erforschen, wie die Konservierungspraktiken das Wesen des zeitgenössischen Kunstobjekts prägen.