
Curating & Politics
Seit den 1990er Jahren hat sich der Ausstellungsdiskurs um die Figur des professionellen Kurators gedreht. Folglich wird die kuratorische Politik in der Regel als direktes Ergebnis der Handlungen und Absichten eines Kurators betrachtet.
Neue institutionelle Modelle und Formen der Ausstellungspraxis sowie wichtige Veränderungen in den Finanzierungs- und Sammlungsstrategien haben jedoch Aspekte der kuratorischen Politik ans Licht gebracht, auf die der Ausstellungsmacher in der Tat wenig oder gar keinen Einfluss hat. Der vorliegende Band präsentiert eine Reihe von Aufsätzen renommierter Kunsttheoretiker und Kulturwissenschaftler wie Heidi Bale Amundsen, Ekaterina Degot, T.
J. Demos, Reesa Greenberg, Gerd Elise Morland, Andrea Phillips und Cecilia Sjoholm, die über die Perspektive des einzelnen Kurators hinausgehen und diese bisher unerforschten Ebenen kuratorischer Politik aufzeigen.