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Höhlenartig, meist kalt, immer dunkel, mit einem schwachen Geruch von Popcorn in der Luft: Die Erfahrung eines Kinobesuchs ist universell. Nicht weniger intensiv ist sie in Mexiko, wo sich das Erlebnis in den letzten Jahren auf komplexe Weise entwickelt hat.
Filme wie Y tu mam también, El Mariachi, Amores perros und die Werke der paradigmatischen Guillermo del Toro und Salma Hayek spiegeln vielmehr ein erneuertes Interesse am Kino in Mexiko wider. In La proyecci n del neoliberalismo untersucht Ignacio S nchez Prado genau die Ereignisse, die in der mexikanischen Filmindustrie in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben. La proyecci n del neoliberalismo ist keine einfache Geschichte dieses Zeitraums, sondern untersucht vier wesentliche Aspekte der Veränderungen, die in der mexikanischen Filmindustrie stattgefunden haben: der Niedergang des Nationalismus, eine neue Ausrichtung auf das Publikum der Mittelschicht, die Neudefinition des Begriffs des politischen Kinos und die Auswirkungen der Globalisierung.
Diese Analyse umfasst Regisseure und Filme, die internationale Bekanntheit erlangt haben oder für den Aufbau eines nationalen Marktes von Bedeutung sind. Die Projektion des Neoliberalismus zeigt die Folgen einer Filmindustrie auf, die gezwungen ist, ein neues Publikum in der mexikanischen Mittelschicht zu finden, um den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg und die kulturelle Anerkennung zu erreichen.