Bewertung:

In den Rezensionen des Buches wird eine komplexe Darstellung von Cyril Smith hervorgehoben, in der die Beweise für sexuellen Missbrauch und eine erhebliche Vertuschung, an der verschiedene Behörden beteiligt waren, ausführlich beschrieben werden. Während das Buch für seine wichtigen Einblicke in ein zutiefst beunruhigendes Thema anerkannt wird, gehen die Meinungen über seine Schreibqualität und Tiefe auseinander.
Vorteile:Das Buch wird für seinen informativen Charakter, die detaillierte Recherche und die fesselnde Darstellung von Cyril Smiths Taten und der damit verbundenen Vertuschung gelobt. Die Leser schätzen die augenöffnenden Enthüllungen über institutionelles Versagen und die Folgen für die Opfer und bezeichnen es als einen notwendigen Beitrag zum Verständnis von Pädophilie und Machtmissbrauch. Einige fanden es gut geschrieben und verdienten einen Platz in der politischen Geschichte.
Nachteile:Die Kritik konzentriert sich auf den laienhaften Schreibstil mit Vergleichen zu Boulevardartikeln und Bedenken wegen unbegründeter Behauptungen. Viele Kritiker bemängelten Wiederholungen und einen Mangel an biografischem Tiefgang in Bezug auf Smiths Leben. Die Vermischung von Tatsachenberichten mit phantasievollen Elementen wurde als Schwächung der Glaubwürdigkeit des Buches angesehen. Einige Leser waren der Meinung, dass es dem Buch an Strenge bei der Untersuchung mangelte und dass es den begangenen Missbrauch gründlicher hätte beschreiben können.
(basierend auf 103 Leserbewertungen)
Smile for the Camera
Kein Politiker hat den Appetit der Medien auf Persönlichkeit mehr befriedigt als der liberale Abgeordnete Cyril Smith. Smith war aufgrund seiner kolossalen Statur sofort erkennbar und war eine überlebensgroße Figur in einer Welt der grauen Männer. Doch „Big Cyril“ war alles andere als der pummelige, sanfte Riese der populären Vorstellung.
Im November 2012 entlarvte der Abgeordnete Simon Danczuk aus Rochdale Smith im Parlament als Serien-Kinderschänder. In diesem erschütternden Enthüllungsbericht beschreibt er nun, wie Smith seine Bekanntheit nutzte, um kleine Jungen zu pflegen und sexuell zu missbrauchen, häufig in Einrichtungen, die er mit aufgebaut hatte. Seine Opfer, oft gestörte Jungen aus zerrütteten Familienverhältnissen, hatten keine Möglichkeit, sich gegen ihren Angreifer zu wehren, und obwohl es immer wieder Gerüchte gab, blieben Smiths schreckliche Verbrechen von der Öffentlichkeit unbemerkt und von den Behörden ungestraft.
Lächeln für die Kamera“ handelt nicht nur von einem schrecklichen Machtmissbrauch. Es geht um diejenigen, die wussten, dass der Missbrauch stattfand, aber wegschauten und so die Flure von Westminster zu einem sicheren Hafen für Pädophile wie Cyril Smith machten. Diese aktualisierte Ausgabe des Buches, das eine strafrechtliche Untersuchung auslöste, bringt schockierendes neues Material ans Licht und stellt dringende Fragen an diejenigen, die es Smith erlaubten, sich jahrzehntelang ungehindert an kleinen Kindern zu vergreifen.