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Lamentation as History: Narratives by Koreans in Japan, 1965-2000
In diesem Buch werden Erzählungen von und über Koreaner in Japan von Mitte der 1960er Jahre bis zum Jahr 2000 untersucht. Dabei zeichnet es die Entstehung und Entwicklung eines Diskurses über diese Gruppe als Minderheitengemeinschaft in Japan nach.
Die Koreaner sind die einzige bedeutende postkoloniale Bevölkerungsgruppe, die Subjekte eines nicht-westlichen Imperiums waren, und doch ist dies die erste umfassende Studie ihrer Literatur in englischer Sprache. Während Wissenschaftler dazu neigen, literarische und politische Entwicklungen als getrennte historische Prozesse zu behandeln, schlägt dieses Buch vor, dass beide untrennbar miteinander verwoben sind, und dass wir nur durch eine gemeinsame Untersuchung in der Lage sein werden, Identität angemessen zu verstehen, ein Konzept, das so belastet und doch so wesentlich für moderne Individuen ist - ob sie nun einer Minderheit angehören oder nicht.
Dank dieses Ansatzes ist der Autor in der Lage, Themen wie die Bedeutung von Lebensgeschichten für politische Zwecke und den Stellenwert des Geschlechts - sowohl metaphorisch als auch in der Realität - für die ethnische Selbstdefinition zu berücksichtigen. Das Buch knüpft damit an Diskussionen an, die bereits in anderen Teilen der Welt über Minderheiten und postkoloniale Identität geführt werden.