Bewertung:

Isabel Kershners Buch „Das Land der Hoffnung und der Angst“ bietet eine tiefgründige und nuancierte Erkundung des modernen Israels und behandelt verschiedene Themen wie kulturelle, religiöse, ethnische und wirtschaftliche Aspekte, die die Gesellschaft prägen. Anhand persönlicher Anekdoten und gründlicher Recherchen präsentiert der Autor eine ausgewogene Sicht auf die Komplexität Israels und versucht, den Lesern seine facettenreiche Identität näher zu bringen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und zügig
⬤ bietet Tiefe und Nuancen bei der Diskussion des modernen Israels
⬤ enthält Erzählungen aus erster Hand zur Veranschaulichung von Beispielen
⬤ faire und ausgewogene Perspektive ohne Wertung
⬤ umfassende Berichterstattung über verschiedene Standpunkte
⬤ einnehmender und zugänglicher Schreibstil
⬤ aufschlussreich für Leser, die mit der israelischen Gesellschaft vertraut sind, und solche, die sie nicht kennen.
⬤ Geht auf bestimmte Aspekte der israelischen Gesellschaft nicht näher ein
⬤ lässt Vorschläge für eine bessere Zukunft des Landes vermissen
⬤ konzentriert sich in erster Linie auf den israelisch-palästinensischen Konflikt und geht nicht ausführlich auf die wirtschaftlichen Ungleichheiten ein.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Land of Hope and Fear - Israel's battle for its inner soul
Ein Korrespondent, der dreißig Jahre in Israel verbracht hat, präsentiert ein reichhaltiges, breit gefächertes Porträt des israelischen Volkes an einem kritischen Punkt in der Geschichte des Landes.
Trotz Israels entschlossenem Durchhaltevermögen in einem feindlichen Umfeld, seiner militärischen Stärke und der Innovation, die es in der Wirtschaft weltweit fördert, ist das Land gespaltener denn je. Die alte Garde - sozialistische, säkulare Eliten und Idealisten - ist eine aussterbende Art, und die demokratischen Grundlagen des Staates werden in Frage gestellt. Israel, ein dynamisches und überschwängliches Land mit neun Millionen Einwohnern, besteht heute zum größten Teil aus hebräischsprachigen Einwohnern, und dennoch ist ein dauerhaftes Gefühl von Sicherheit und Normalität schwer zu erreichen.
In Das Land der Hoffnung und der Angst treffen wir Israelis - Juden und Araber, religiöse und säkulare, östliche und westliche, Liberale und Eiferer -, die von einem Dauerkonflikt und existenziellen Bedrohungen geplagt werden. Die Bürger Israels sind nach wie vor politisch, sozial und ideologisch stark polarisiert, auch wenn sie einen Generationswechsel durchmachen und neu definieren, was es heißt, ein Israeli zu sein. Wer sind diese Menschen, und wonach streben sie?
In bewegenden Erzählungen und mit Reportagen vor Ort enthüllt Isabel Kershner den Kern dessen, was Israel zusammenhält, und die Kräfte, die seine Zukunft bedrohen, durch die Linse echter Menschen und legt die Frage offen: Wer ist ein Israeli?