
Land Without Masters: Agrarian Reform and Political Change Under Peru's Military Government
1969 leitete die Militärregierung von Juan Velasco Alvarado in Peru ein ehrgeiziges Landreformprogramm ein, in dessen Rahmen Landbesitz von Großgrundbesitzern an bäuerliche Genossenschaften übertragen wurde. Fünfzig Jahre später ist diese Reform immer noch umstritten: Kritiker behaupten, sie habe ungerechtfertigt Land enteignet und die peruanische Wirtschaft ruiniert, während Befürworter ihren Erfolg bei der Bekämpfung von Ungleichheit und Ausbeutung im ländlichen Raum betonen.
Land without Masters geht über die Agrarpolitik hinaus und bietet eine neue Perspektive auf die Agrarreform. Es zeigt, wie ideologische Annahmen und staatliche Eingriffe im Zusammenhang mit der Reform die politische Kultur und das soziale Gefüge Perus verändert haben. Anhand von Feldforschungen in drei verschiedenen Regionen zeigt Anna Cant, wie die Regierung ihren Diskurs und ihre Interventionen an den lokalen Kontext anpasste und die Reform als Plattform für den Aufbau einer Nation nutzte. Dieser vergleichende Ansatz zeigt, wie lokale Akteure die regionalen Auswirkungen der Agrarreform gestalteten, und hebt die neuen Formen des Handelns hervor, die entstanden, einschließlich der marginalisierten Bauern, die dazu beitrugen, eine neue soziale, kulturelle und politische Landschaft zu schaffen.
Durch die Verwendung neuartiger visueller und kultureller Quellen bietet dieses Buch einen faszinierenden Einblick in die Art und Weise, wie der Prozess der Agrarreform die Beziehung zwischen der Landbevölkerung und der nationalen Regierung dauerhaft veränderte - und wie er bis heute in der peruanischen Politik nachwirkt.