Bewertung:

Ein Land ohne Sünde von Paula Huston ist ein facettenreicher Roman, der Themen wie Liebe, Glaube, Familie und persönliche Suche vor dem Hintergrund der zapatistischen Revolution von 1993 im Süden Mexikos erforscht. Die Protagonistin Eva Kovic ist eine zynische Kriegsfotografin auf der Suche nach ihrem idealistischen Priesterbruder, der verschwunden ist. Der Roman ist eine komplexe Erzählung mit einer reichhaltigen Charakterentwicklung, einer vielschichtigen Erzählweise und philosophischen Überlegungen, die Vergleiche mit Graham Greene und Joseph Conrad nahelegen. Trotz einiger Verwirrungen in der Handlung wird der Roman für seine Tiefe und seine fesselnden Charaktere gelobt.
Vorteile:Der Schreibstil ist hervorragend und anschaulich, die Charaktere und ihre Beweggründe werden sehr gut herausgearbeitet. Die Leserinnen und Leser schätzen die Auseinandersetzung mit tiefgründigen Themen wie Glaube, Liebe und persönliche Erlösung. Der Schauplatz in Mittelamerika bietet eine lebendige Kulisse, und die Verflechtung von Geschichte und persönlichen Erzählungen verleiht dem Buch Tiefe. Viele Leserinnen und Leser fanden die Dialoge authentisch und die Handlung fesselnd genug, um das Buch nicht aus der Hand zu legen.
Nachteile:Einige Leser wiesen darauf hin, dass die Handlung manchmal verwirrend sein kann, was zu einem Mangel an Klarheit in der Handlung führt. In einigen Kritiken wird erwähnt, dass bestimmte philosophische Dialoge zu ausschweifend werden. Außerdem gehen die Meinungen darüber auseinander, ob es sich um einen christlichen Roman handelt, da einige der Meinung sind, dass dieser Aspekt zu subtil oder nicht gut definiert ist.
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Land Without Sin
Als sich im Herbst 1993 revolutionäre Kräfte im lakandonischen Dschungel im Süden Mexikos sammeln, verschwindet ein idealistischer amerikanischer Priester von seinem Posten in San Cristobal de Las Casas.
Die Kirche, die sich um eine friedliche Lösung des eskalierenden Konflikts zwischen den reichen Landbesitzern und den verarmten Indígenas bemüht, verhält sich angesichts seines Verschwindens seltsam still. Als seine Schwester Eva, erst vierunddreißig, aber bereits eine erfahrene Fotojournalistin, herausfindet, was vor sich geht, fliegt sie nach Mittelamerika, um ihn zu finden, und nimmt einen Job als Assistentin eines wortkargen holländischen Mayanisten an, um sich eine Tarnung zu verschaffen.
Doch wie sich herausstellt, ist auch er auf einer geheimen Suche. Von den großen Pyramiden von Tikal und den anmutigen Palästen von Palenque bis hin zu den schattenhaften Guerillalagern des riesigen Lakandon: Ein Land ohne Sünde ist eine moderne Reise in das Herz der Finsternis.