
Landless Households in Rural Europe, 1600-1900
Die Zahl der Landlosen - d. h.
derjenigen, die keine formellen Rechte auf Land haben oder nur winzige kleine Ländereien besitzen - wuchs im gesamten nachmittelalterlichen Europa rasch an, da die ländliche Bevölkerung und das Wirtschaftswachstum die Landbesitzer und Bauern von den (zunehmend) landlosen Landarbeitern trennten. Eine Lücke, die dieser Band, der Skandinavien, Deutschland, Österreich, die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Frankreich und Spanien vom 16. bis zum frühen 20.
Jahrhundert abdeckt, schließen will, indem er eine Vielzahl unerforschter Quellen kreativ nutzt. Anstatt sich auf die gut dokumentierten Fälle der landbesitzenden Bauern zu konzentrieren, werden die vielfältigen Erfahrungen der zahlreichen Landlosen auf dem Land untersucht.
Es wird erläutert, wie sich ihre Haushalte bildeten (oft angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten und behördlicher Anfeindungen), wie alle Mitglieder einer Familie zu ihrem Überleben beitrugen, wie die Landlosen zu anderen sozialen Gruppen in Beziehung traten und den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen aushandelten und wie sie sich an die Veränderungen der ländlichen Gesellschaft durch Krieg, Politik, agrarische und industrielle Entwicklung, Regierungspolitik und Sozialsysteme anpassten. Mitwirkende: Arnau Barquer i Cerd, John Broad, ⴕ Dieter Bruneel, Christine Fertig, Henry French, Margareth Lanzinger, Jonas Lindstrm, Riikka Miettinen, Richard Paping, Wouter Ronsijn, Merja Uotila, Nadine Vivier.