Bewertung:

Landscapes of Silence ist eine tiefgründige Erforschung von Trauma, Enteignung und den Auswirkungen des Kolonialismus, erzählt durch die Erfahrungen der Autorin und indigener Völker, insbesondere der Inuit. Es verbindet Memoiren mit einer umfassenderen anthropologischen Perspektive auf Verlust und kulturelle Abkopplung.
Vorteile:Das Buch wird für seine reichhaltige und schöne Schreibweise, seine tiefgründigen Beobachtungen und seine aufschlussreiche Analyse der Beziehungen zwischen dem Leben der Autorin und dem Leben der indigenen Völker gelobt. Es wird als notwendig erachtet, um die kolonialen Auswirkungen zu verstehen und neue, respektvolle Wege des Umgangs miteinander und mit der Welt zu finden.
Nachteile:Es gibt keine nennenswerten negativen Anmerkungen zu dem Buch; die Themen Trauma und Verlust können jedoch schwerwiegend sein und könnten für einige Leser eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Landscapes of Silence: From Childhood to the Arctic
Ein schillernder Wandteppich aus persönlichen Erinnerungen und fernen Landschaften von dem bekannten Anthropologen und Filmemacher Hugh Brody. Dies ist ein Buch über das Schweigen.
Und über Land. Es handelt von einer Kindheit in England im Schatten des Zweiten Weltkriegs, den Hügeln von Derbyshire, einem Kibbuz in Israel und der tiefen kanadischen Arktis. Hugh Brody wuchs am Rande von Sheffield auf und aß Roastbeef und Yorkshire Pudding, aber er bekam immer zu verstehen, dass das wahre, das perfekte Essen aus der Heimat seiner Mutter, aus Wien, kam.
Er besuchte dreimal pro Woche den Hebräischunterricht, wurde aber auf ein Internat der Church of England geschickt. Zwiespältig und verwirrt suchte er nach Orten, an die er fliehen konnte - doch überall stieß er auf eine tiefe und beunruhigende Stille.
Er nimmt uns mit auf seine ersten Reisen in die Arktis, eine Welt, die so weit von allem entfernt ist, was er kannte, dass sie ihm die Chance bietet, von neuem zu lernen, was es bedeuten kann, lebendig zu sein. Er berichtet, dass die Realitäten des hohen Nordens eine Freude waren, aber auch dort fand er Missstände bei den Menschen und dem Land - und Stimmen, die durch die Kräfte des Kolonialismus zum Schweigen gebracht wurden.
In diesen Landschaften scheint menschliches Wohlergehen sowohl möglich als auch unmöglich zu sein. Doch in der Erinnerung, im Land, im Trotz des Schweigens sieht Hugh Brody eine tiefe Menschlichkeit - und auch Hoffnung.